Mühldorf – Im Dezember wird sich der Mühldorfer Kreistag mit dem Haushalt für das Jahr 2020 befassen. Der Ergebnishaushalt liegt bei 142,5 Millionen Euro.
Die Umlagekraft ist auf rund 140 Millionen Euro gestiegen. In diesem Jahr lag sie bei rund 131 Millionen Euro. Die Umlagekraft im Landkreis Mühldorf stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent. Im Bezirk Oberbayern stieg die Umlage um 10,8 Prozent.
Der Landkreis kann im kommenden Jahr mit einer Kreisumlagen-Einnahme von rund 71 Millionen Euro rechnen. Die Kreisumlagenhöhe richtet sich nach der Umlage. Im Landkreis Mühldorf beträgt diese 51 Prozent.
Mit diesem Geld finanziert der Landkreis seine Aufgaben. 29,4 Millionen Euro muss der Landkreis an den Bezirk Oberbayern im nächsten Jahr überweisen. Damit verbleiben im Landkreis rund 42 Millionen Euro. Die Kosten für Soziales und Jugend steigen im kommenden Jahr um 554000 Euro auf rund 20,8 Millionen Euro an. Die Bereiche Schule und Kultur steigen um 664000 Euro auf rund 15,1 Millionen Euro. Auch der asylbedingte Zuschuss erhöht sich im nächsten Jahr um 183000 Euro auf rund 2,15 Millionen Euro.
Die verbleibende Netto-Kreisumlage zur Finanzierung aller restlichen Kreisaufgaben verringert sich auf 3,252 Millionen Euro.
Die Verantwortlichen der Kämmerei am Landratsamt in Mühldorf haben eine Schlüsselzuweisung vom Freistaat Bayern in den Landkreis Mühldorf mit rund 20 Millionen Euro eingeplant. Der Landkreis Mühldorf wird im kommenden Jahr rund 25 Millionen Euro investieren. Die Investitionen fließen in die Sanierung oder den Neubau von Schulen, den „Öffentlichen Personennahverkehr“ (ÖPNV), in die Krankenhäuser im Landkreis und in den Hochschul-Campus.
Der Landkreis kommt im nächsten Jahr auf eine Verschuldung von rund 53,7 Millionen Euro. Diese soll ab dem Jahr 2021 um eine Million Euro verringert werden. Die Schülerbeförderung steigt von fünf Millionen Euro im Jahr 2019 auf rund 5,8 Millionen Euro im nächsten Jahr. Auch im kommenden Jahr wird der Landkreis Mühldorf seine freiwilligen Leistungen gegenüber den Vereinen und Institutionen nicht kürzen.