Eine Unterkunft für die First-Responder-Einheit

von Redaktion

Prämie für Gütesiegel soll für Anbau verwendet werden

Buchbach –Die Marktgemeinde Buchbach ist eine von zwei Gemeinden in Bayern, die mit dem Gütesiegel „Heimatdorf 2019“ ausgezeichnet worden ist. 60000 Euro hat sie als Prämie bekommen; allerdings mit dem Zusatz, dass innerhalb eines Jahres nach der Auszahlung ein Ergebnis präsentiert werden muss, das den Vorgaben entspricht.

Marktgemeinderat
bestimmt über Geld

Deshalb musste der Marktgemeinderat festlegen, was mit dem Geld passieren soll. Dabei nutzten einige Marktgemeinderäte die Gelegenheit, Bürgermeister Thomas Einwang (CSU/Parteifreie/Wahlvorschlag Ranoldsberg) für das Vorgehen bei der Bewerbung zu kritisieren; allerdings verhalten.

Einigkeit bestand darin, das Geld, wie in der Projektskizze vorgeschlagen, für die First-Responder-Einheit Ranoldsberg zu verwenden. Die Einheit der Feuerwehr gibt es mittlerweile seit 2014 und sie hat bereits rund 500 Einsätze absolviert. Sie kommt bei der Erstversorgung von Verletzten zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst nicht schnell genug vor Ort sein kann. Bisher hat sich diese Einheit aus Eigenmitteln finanziert. Sie braucht aber dringend ein Gebäude, wo sie Ausrüstung und Einsatzkleidung lagern und ihr Einsatzfahrzeug einstellen kann.

Mit dem Geld aus dem Gütesiegel könnte ein geeigneter Anbau am Feuerwehrhaus angeschoben werden. Für Manfred Kroha (CSU/Parteifreie) und Franz Bauer (CSU/Parteifreie) war die Verwendung des Geldes unstrittig, allerdings monierten sie das Prozedere. Aus ihrer Sicht ist der Marktgemeinderat bei dem Verfahren aber nicht eingebunden gewesen.

Bürgermeister Einwang verwies auf die Sitzungsprotokolle, wo die Informationen dokumentiert sind, und dieser Vorwurf entkräftet werden kann.

Karl-Heinz Kammerer (Freie Wähler Buchbach) stellte aber klar, wenn die Marktgemeinde dieses Projekt nicht angegeben hätte, hätte sie kein Geld bekommen. „Wir haben sonst nichts Vergleichbares.“

Josef Hargasser (Umland Buchbach) und Franz Eglsoer (Wahlvorschlag Ranoldsberg)pflichteten Kammerer bei, dass das Geld für die First-Responder-Einheit optimal verwendet werde.

Anton Bauer (Freie Wähler Buchbach) ergänzte, dass die Bewerbungen der Konkurrenten in die gleiche Richtung gegangen seien. Schließlich verständigten sich die Marktgemeinderäte, über das Prozedere noch einmal in der nicht öffentlichen Sitzung zu sprechen. In der öffentlichen Sitzung gaben die Marktgemeinderäte einstimmig grünes Licht für den Anbau für die First-Responder-Einheit.hsc

Artikel 1 von 11