Obertaufkirchen/Heldenstein – Das Gasthaus Pointvogl-Jodl war übervoll. Viele lärmgeschädigte Bewohner aus den Gemeinden entlang der Autobahn A94 – von Dorfen bis Heldenstein – waren gekommen. Um zu protestieren und ihrem Unmut freien Lauf zu lassen. Dem sollen nun auch Taten folgen. Und so verwunderte es nicht, dass auch die Bürgermeister von St. Wolfgang, Ulrich Gaigl (FW), Schwindegg, Dr. Karl Dürner (CSU), Obertaufkirchen, Franz Ehgartner (Heimattreue Obertaufkirchen), und Rattenkirchen, Rainer Greilmeier (CSU/FWG), gekommen waren, um sich den Ärger der Anwohner anzuhören.
Mängel in Lageplan gekennzeichnet
Zur Vorbereitung eines nächsten Termins mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber wurden in der Versammlung Listen ausgegeben beziehungsweise fertig erstellte Listen eingesammelt, in denen der Lärm näher eingegrenzt wurde. Anhand von Lageplänen wird darin festgehalten, wo Lärmschutz fehlt oder verbessert werden sollte. Darüber hinaus organisierten sich die Betroffenen, indem sie sich per E-Mail vernetzten und eine Führungsriege bestimmten. Als Ansprechpartner für Obertaufkirchen hat sich Markus Heindl zur Verfügung gestellt. Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner (CSU) verlas den Dringlichkeitsantrag der CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber, Ulrike Scharf und Jürgen Baumgärtner für den Landtag.
Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, in einem Gutachten festzustellen, ob die Lärmschutzmaßnahmen den Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens folgen und der Fahrbahnbelag den Planungsvorgaben entspricht. Auch sollten zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel eine Geschwindigkeitsbeschränkung, geprüft werden.
Petition an den Landtag gestartet
Der Fraktionsvorsitzende der UWG im Kreistag, Peter Huber, informierte über seinen Antrag für den Kreistag. Der Antrag der Grünen für den Kreistag wurde im Wortlaut ähnlich von der Fraktionssprecherin der Grünen, Cathrin Henke, formuliert.
Außerdem wurde eine Petition an den Landtag und den Bundestag gestartet, die Nachbesserungen des Lärmschutzes fordert. Die Führungsriege wird sich nun um den Fortgang und weitere Maßnahmen gegen den Lärm der A94 kümmern. So sei ein Mahnfeuer entlang der A94 von Dorfen bis Heldenstein geplant.
Die E-Mail-Anschrift der Aktionsgruppe lautet: gegen-laerm-a94@googlegroups.com.