Mühldorf – Mit einstimmigem Votum schicken die Unabhängigen Mühldorfer (UM) und die Freien Wähler (FW) Michael Hetzl (32) als ihren gemeinsamen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt.
Das hat die Nominierungsversammlung im Lodronhaus ergeben. Hetzl führt auch die vorgeschlagene Bewerberliste für den Stadtrat an, die mit 24 Ja-Stimmen bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen wurde.
Die Kandidatenliste war vom Vorstandsteam von UM und FW im Vorfeld mit den Bewerbern abgesprochen und erstellt worden, wie UM-Vorsitzender Max Oelmaier erläuterte.
Die UM waren heuer im Juli aus der Fusion von Unabhängiger Wählergemeinschaft (UWG) und FM (Freie Mühldorfer) entstanden, da es sich dabei um zwei unabhängige Wählergruppierungen mit der gleichen Zielsetzung gehandelt habe, nämlich den Bürger im politischen Geschehen möglichst weit mitbestimmen zu lassen, so Oelmaier.
Den wahltaktischen Hintergrund für die jetzige Kooperation mit den FW erklärte deren Kreisvorsitzender Markus Saller: Man erhalte dadurch auf dem Wahlzettel eine Platzierung weiter vorne, als wenn beide Gruppierungen selbstständige Listen erstellen würden.
„Die Unabhängigen sollen mit zehn Sitzen mindestens im Stadtrat vertreten sein“, forderte Michael Hetzl als Minimalziel für die Kommunalwahl im kommenden März.
Eigentliches Ziel sei aber, die stärkste Fraktion im Stadtrat zu stellen, um so parteipolitische Entscheidungen im Gremium zu verhindern.
Größer denken und Dinge im Gesamtzusammenhang zu sehen, statt nur temporär-punktuelle Lösungen zu suchen, nannte Hetzl als Maxime für das politische Handeln auf den diversen Aktionsfeldern wie Stadtplatzentwicklung, Wirtschaft, Verkehr, Parken, Grünflächen, Wohnungsangebot und Vereine.
In den Tenor über die seiner Meinung nach verfehlte Finanzpolitik der Stadt ließ er auch die Kritik an den Beraterausgaben einfließen – Geld, das sinnvoller für Mühldorf eingesetzt werden könnte.
Bestandteil seines Konzepts, Projekte anders anzugehen als bisher, war auch die Einbindung der Jugend ins kommunalpolitische Geschehen.
Die Jugend bringe eine neue Sicht auf die Dinge ein und gehöre deshalb in die vordere Reihe, um die Zukunft mitzugestalten. In seinen Ausführungen erwähnte Hetzl auch die Stadtbau als Institution, um in Mühldorf bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Landratskandidat Ulli Maier ging auf die bevorstehenden Änderungen in der Kreispolitik ein. Neben dem Wechsel im Posten des Landrats nach 18 Jahren werde die Wahl angesichts der derzeitigen Vielparteienlandschaft auch eine Erhöhung der Anzahl an Fraktionen bringen.
Maier gab als Ziel den Gewinn von „20 Prozent plus x“ der Kreistagssitze aus. Außerdem appellierte an alle an dem Abend nominierten Kandidaten zu einem bewussten Umgang mit den sozialen Medien, baf