Neumarkt-St. Veit – Sie sind Feuerwehrmänner und Betriebsräte, Controller und Erzieher, und haben vor allem ein gemeinsames Ziel: Neumarkt-St. Veit lebens- und liebenswert zu erhalten. Die UWG von Neumarkt-St. Veit hat ihre Stadtratskandidaten für die Kommunalwahl 2020 benannt. 20 Personen aus allen Bevölkerungsschichten wollen einen Stadtratssitz.
In der Versammlung am Donnerstag im Gasthaus „Poseidon II“ schwor UWG-Landratskandidat Ulli Maier aus Waldkraiburg auf den kommenden Kommunal-Wahlkampf ein, warb dafür, bei der Kreistagswahl auf jeden Fall das Listenkreuz bei der UWG zu markieren, um auf diese Weise eine CSU-Mehrheit zu verhindern.
Danach stellten sich die einzelnen Bewerber für ein Stadtratsmandat in Neumarkt-St. Veit vor, die anschließend von den 58 wahlberechtigten UWG-Mitgliedern in einer geheimen Wahl auf die Plätze verteilt wurden.
Nur zwei Namen standen von Anfang an fest: Der amtierende Bürgermeister Erwin Baumgartner, der auch nach der Kommunalwahl 2020 auf dem Chefsessel im Neumarkter Rathaus sitzen will, ist auf Nummer eins gesetzt. Ebenso hatte sein Sohn Daniel darum gebeten, Platz 20 ihm zu überlassen, weit weg von seinem Vater, um eine Verwechslungsgefahr auszuschließen. Nicht die einzige familiäre Verknüpfung, auch eine Vater-Tochter-Nominierung gibt es: Anna Ettl bewirbt sich ebenso um einen Stadtratssitz wie Vater Klaus Windhager.
Bei der Vorstellungsrunde wurde dann deutlich, dass die UWG-Kandidaten fest im gesellschaftlichen und Vereinsleben von Neumarkt-St. Veit verwurzelt sind. Sie sind zwischen 27 und 70 Jahre alt, und verfügen über vielfältige Kompetenzen in sozialen Berufen oder in führenden Positionen von großen Firmen. Jugendwart bei der Feuerwehr, Dorfhelfer und Rettungsassistent finden sich auf der Liste ebenso wie Betriebswirte und Ärzte. Von den 20 Bewerbern sind sieben Frauen und 13 Männer. „Das Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren. Wir sind damit um fünf Jahre jünger als vor sechs Jahren. Was bemerkenswert ist, da sich auch amtierende Stadträte um ein Mandat bewerben, die ja sechs Jahre älter geworden sind“, machte Bürgermeister Erwin Baumgartner deutlich. Vier Stadträte treten nicht mehr an: Neben Emil Steinbach und Franz Göhl ließen sich auch Irmi Eigl und der Zweite Bürgermeister Michael Asbeck nicht mehr aufstellen. Weiterhin in der Politik mitreden wollen allerdings die amtierenden Stadträte Dr. Klaus Windhager, Monika Eisenreich, Christian Perau, Peter Hobmaier, Martina Huber und Werner Kitschke. „Wir haben eine großartige Liste mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Leuten. Vor allem ihnen gehört die Zukunft in Neumarkt-St. Veit, sie leben schließlich noch länger als wir alten Deppen!“, schmunzelte Dr. Windhager. Ihn habe der „Motor Erwin“ angetrieben, weiterzumachen. Und auch der UWG-Ortsvorsitzende Peter Hobmaier metapherte. „Man weiß nie, woher der Wind weht. Aber man sollte wissen, wie man die Segel setzt!“ Dies sei in den vergangenen sechs Jahren unter Erwin Baumgartner der Fall gewesen. Auf dieser Basis könne man weiterarbeiten.