Haag – Rosmarie Pointner ist die neue Chefin der Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Haag. Zur Generalversammlung kündigte sie als einen ihrer Schwerpunkte das Thema Müll an. Aktuelle Aspekte wurden zu den Toteiskesseln angesprochen.
Im Gasthaus Maier trafen sich Haags Naturschützer. Aktuelle Themen und Neuwahlen standen im Mittelpunkt. Ohne Gegenkandidaten votierte die Versammlung unter Wahlleitung des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Andreas Zahn und Bürgermeisterin Sissi Schätz für Rosmarie Pointner als Vorsitzende. Sie hatte die Ortsgruppe bereits seit Mai in Nachfolge der erkrankten Heide Schmidt-Schuh geführt. Stellvertreterin wurde Petra Datkewitz-Reichert, Schriftführerin Elvira Maier-Preuschl, Kassiererin Evi Thanner und Beisitzer Stefan Gey.
Im Rechenschaftsbericht hatte Rosmarie Pointner auf das Treffen der Ortsgruppe mit der Bio-Imkerin in Haag verwiesen und auf das Anlegen einer Blühwiese am Haager Jugendzentrum (JUZ) in der Mühldorfer Straße. Das Kinderferienprogramm habe man leider ausfallen lassen müssen. Auf großes Interesse stieß die Wanderung, die von der Ortsgruppe Haag zusammen mit der Kreisgruppe im Garser Urtlgraben durchgeführt wurde. Deutlich wurden dabei die Probleme des Waldes mit dem Klimawandel. „Im Norden Bayerns sind viele Wälder schon kaputt“, so Rosmarie Pointner.
Großes Interesse
an Wanderung
Zum Routineablauf der Ortsgruppe zählen Naturschutzstammtisch und Stellungnahmen zu aktuellen Baugebieten. Für das nächste Jahr plant die neue Vorsitzende wieder die Ausführung eines Krötenzauns und die Teilnahme am örtlichen „Ramadama“. Man wolle sich auch wieder ins Ferienprogramm einbringen. Die Naturschutzstammtische laufen weiter. Einen Akzent, so die neue Haager Bund Naturschutz-Chefin Rosmarie Pointner, werde sie auf das Thema Müll setzen. Als wichtigstes Ziel ihrer Tätigkeit nannte sie den Erhalt der Haager Ortsgruppe: „Für ein supertolles Programm habe ich keine Zeit.“
In die Diskussion flossen aktuelle Themen wie die Gefährlichkeit der Mähroboter für Insekten und Kleintiere. Judith Harrison, über lange Jahre Vorsitzende und Initiatorin des Toteiskesselweges, brachte den Haager Toteiskesselweg, der im Ortsteil Lerchenberg am Hofcafé seinen Ausgang nimmt, in die Debatte. Diese „Schätze der Eiszeitlandschaft“, erklärte sie, hätten nach dem Schmelzen Hohlräume entstehen lassen, die heute als Biotope vielen Arten Lebensraum geben. Für den Haager Toteiskesselweg habe man große wie kleine ausgewählt, so Judith Harrison weiter. Führungen fänden regelmäßig mit Lucia Harrer statt. Probleme werfe die Wartung auf. Da der Weg durch Wälder und Wiesen führe, wachse er immer wieder zu. Das fordere Mähen und Zuschneiden. Heuer hätten zudem Wegweiser ersetzt werden müssen: „Die wurden von der Kreisgruppe zähneknirschend bezahlt.“
Zu den Toteiskesseln berichtete der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes im Bund Naturschutz, Andreas Zahn, dass mit 60 Prozent ein Großteil bereits verschwunden sei. Die meisten habe man zugefüllt. Die Kreisgruppe wolle sie wieder herrichten. So sollten alle offenen Auges durch die Landschaft gehen und verschwundene Toteiskessel melden. Seine Gratulation galt schließlich dem neuen Haager Vorstand mit Rosmarie Pointner an der Spitze.