„Sachlich, zielorientiert und korrekt“

von Redaktion

Einstimmig: Bernd Schneider ist der Bürgermeisterkandidat der Haager CSU

Haag – Bernd Schneider heißt der Bürgermeisterkandidat der Haager CSU für den Kommunalwahlkampf 2020. Einstimmig wurde er nominiert. Max Heimerl von der Kreisvorstandschaft der CSU freute sich: „Ein absolut sympathischer Mann, der weiß, was er will.“

Sachlich und charmant ohne Schimpfereien auf die politische Konkurrenz trug Bernd Schneider im gut gefüllten Hofgartensaal seine Vorstellungen von einer Politik für Haag vor. Der 57-Jährige wurde in Fürstenfeldbruck geboren, lebt seit 24 Jahren in Haag, ist verheiratet mit drei Kindern und hat hier „ein kleines Häuschen und Handelsunternehmen“. Bernd Schneider war Gründungsmitglied des Haager Schwimmvereins, wirkte als Trainer beim TSV Haag und ist heute noch aktiv bei der Faschingsgesellschaft (FaGeHa). Vor drei Jahren brachte er in die Organisation des Haager Straßenfestes die Idee ein, jungen Nachwuchskünstlern Gelegenheit zu verschaffen, öffentlich aufzutreten. Er organisierte die Bühne an der Hauptstraßenkreuzung, die schon mit etlichen Talenten die Bevölkerung überraschte.

Seine politisch aktive Phase begann Bernd Schneider vor sechs Jahren bei der CSU Haag, für die er heute als Gemeinderat tätig ist und dabei im Verwaltungs- und Kulturausschuss wirkt und als Stellvertreter im Bauausschuss. „Ich möchte Politik anders machen“, unterstrich er vorweg. Im Rathaus dürfe nicht nur geredet werden, sondern habe auch das Handeln zu folgen. Seine Perspektive für Haag lautete: Es soll die Bedeutung zurückerlangen, die es einmal hatte.

Einen Themenschwerpunkt setzt Bernd Schneider auf „Bauen, Grund und Wohnen“. Das gestalte sich für Haag schwierig, auch die Verwirklichung von „vernünftigen Mietpreisen“. Die Hauptstraße gelte es wiederzubeleben. Auf der rechten Seite fänden sich fast keine Ladengeschäfte mehr. Bernd Schneider wird sich für die Stärkung von Handel und Handwerk einsetzen: „Es kann nicht sein, dass die keinen Grund bekommen und auf andere Gemeinden ausweichen müssen.“ Diese Aussage honorierte das Publikum mit Sonderapplaus. In der Haager Geschäftswelt sei „im Prinzip alles da“: „Die Geschäftswelt ist gut aufgestellt und vielseitig.“

Zum „lobenswerten Erhalt“ des Haager Hallenbads mit laufender Sanierung an der Grund- und Mittelschule bemerkte er kurz, ein Neubau wäre sinnvoller gewesen. Den öffentlichen Nahverkehr gelte es vor allem am Wochenende mit Verbindungen nach München zu stärken. Dazu ließ Max Heimerl im Anschluss seine laufenden Gespräche mit den umliegenden Landkreisen einfließen. Die Verbesserung der Infrastruktur soll nach Bernd Schneider zunächst der Aufbereitung von Straßen und Gebäuden dienen. Viele der Straßen seien nur zugeflickt.

Verbesserung
der Infrastruktur

Mit seinen Erfahrungen in Haager Vereinen möchte er den Organisatoren vor Ort unter die Arme greifen: „Die Vereine sind die Motoren der Gesellschaft. Sie geben Halt und Zusammengehörigkeitsgefühl.“ Zu fördern gelte es die drei großen Veranstaltungen des Haager Herbstfestes, Faschingszugs und Straßenfestes als Aushängeschilder. Den sozial Schwächeren solle die Gemeinde damit entgegenkommen, dass sie ihren Vereinsbeitrag und Trainingsstunden bezahle.

Zur Atmosphäre im Gemeinderat bemerkte Bernd Schneider, dass da „viel geredet“ werde. Sein Interesse gelte nicht parteiverhafteten Auseinandersetzungen. Das Gremium sollten Persönlichkeiten bestücken, „die für das Wohl der Haager sorgen“. Er selber sei mehr auf Konsens bedacht: „Ich bin kein Streiter.“

So schloss Bernd Schneider als Bürgermeisterkandidat der Haager CSU mit Ziel, Haag als Familie zu behandeln, zu der alle Ortsteile gehören. Sein Motto für den Wahlkampf laute: „Sachlich, zielorientiert und korrekt.“

Unter Leitung der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Christa Heindl wurde Bernd Schneider einstimmig gewählt. „Das ist der beste Mann für uns“, freute sich CSU-Chef Ludwig Schletter. Für seine Frau Evelyn hatte er einen Blumenstrauß dabei mit dem Vermerk: „Jetzt sind die ruhigen Zeiten vorbei. Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.“ Max Heimerl vom Kreisverband der CSU gratulierte dem frischgebackenen Bürgermeisterkandidaten Bernd Schneider: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

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