Töging – „Vom Furtgeh und vom Dahoamsei“: So lautet der Titel einer Lesung mit Harald Grill am morgigen Mittwoch, 11. Dezember, um 19.30 Uhr im Pfarrsaal St. Josef am Wittelsbacherplatz. Veranstalter sind der Heimatbund Töging zusammen mit dem Frauenkreis St. Josef.
Harald Grill erzählt von den kleinen Welten, ohne die es die große Welt nicht gäbe. Grills Geschichten und Gedichte sind dabei wie Wegmarkierungen. Er nimmt behutsam Maß am Fremden wie am Vertrauten und ermutigt uns, offen zu sein für Entdeckungen daheim und unterwegs. Poesie, die dem Alltag Glanz gibt.
Harald Grill wird 1951 in Hengersberg in Niederbayern geboren. Ab 1973 arbeitet Grill als Pädagogischer Assistent. 1980 veröffentlicht er sein erstes Buch „Eigfrorne G’miatlichkeit. bairische Gedichte und Epigramme“. Hauptsächlich auf sich aufmerksam macht Harald Grill mit Lyrik. In Schriftsprache und im bairischen Dialekt entstehen Gedichtbände. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind Jugendbücher, die vom Leben auf dem Land und dessen Bedrohungen handeln, aber auch Theaterstücke, die sich ebenfalls mit der Zerstörung von Heimat und Umwelt auseinandersetzen. 1988 beendet Harald Grill seine Tätigkeit als Pädagoge, um als freier Schriftsteller zu arbeiten.
Seit Anfang der 1990er- Jahre verfasst der Autor Essays und Features für den Rundfunk, 1995 erscheint die Erzählung Hochzeit im Dunkeln, die von den körperlichen und psychischen Versehrtheiten eines Heimkehrers aus dem Zweiten Weltkrieg erzählt. International bekannt wird er mit dem Projekt „Zweimal heimgehen“ (2000/2001), wofür er einmal vom Nordkap und danach von Syrakus zu Fuß nach Regensburg wandert und darüber in einem Reisetagebuch berichtet. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Dachboden-Musi aus Oberneukirchen mit Ziach und Harfe.
Für Glühwein und Plätzchen sorgt der Frauenkreis St. Josef, der Eintritt ist frei.