Mühldorf –Auf der Internetseite des Landratsamtes gibt es eine neue zentrale Gesundheitsplattform. Sie enthält nach Angaben der „Initiative der Gesundheitsregion plus“ Informationen und Kontaktdaten zu allen staatlichen, landkreiseigenen und privaten Einrichtungen der Gesundheitspflege. Dazu kommen Angebote rund um Therapie, Prävention, Bewegung und Beratung im Landkreis.
Bürger sollen
aktiv vorsorgen
Geschäftsstellenleiterin Verena Büchner stellte die Plattform auf dem vierten Forum der Gesundheitsregion Plus vor. „Entscheidend ist, das Thema Gesundheit in allen Altersgruppen im Landkreis Mühldorf zu verankern. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger für die aktive Gesundheitsvorsorge gewinnen und ihre eigene Gesundheitskompetenz stärken“, sagte Landrat Georg Huber zu dem Angebot.
Beim Gesundheitsforum zogen die Beteiligten eine positive Bilanz ihrer Arbeit. Dazu zählt der runde Tisch „Pflegenachwuchs“. Teams aus Fachlehrerinnen des Berufsschulzentrums, Praktikern, Auszubildenden und Vertretern der Hochschule und Studentinnen besuchten 15 Schulen im Landkreis, um Schüler für den Pflegeberuf zu begeistern. Die Resonanz sei positiv gewesen, wie sich an der steigenden Nachfrage nach Praktikumsplätzen und Bewerbungen nach der Aktion gezeigt habe. Weitere Schwerpunkte des Gesundheitsforums waren die Herausforderungen der medizinischen Versorgungssituation im Landkreis, insbesondere mit Psychotherapeuten und Lungenfachärzten und die künftige hausärztliche Versorgungssituation angesichts des teils hohen Altersdurchschnitts der niedergelassenen Ärzte. Mit dem medizinischen Versorgungszentrums MVZ-Isental seien wichtige Weichen für die hausärztliche Versorgung im Raum Buchbach-Schwindegg gestellt. Es ist neben Mühldorf, Waldkraiburg und Haag der vierte MVZ- Standort im Landkreis.
Auch wenn nach der aktuellen Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns KVB der Landkreis bei der Fachärzteversorgung gut aufgestellt sei, komme es zu Wartezeiten, berichteten Forumsteilnehmer. Denn die Zahlen berücksichtigten nicht Faktoren wie Einzugsgebiet oder Auslastung. Lisa Huschke von der KVB gab einen Ausblick über die neue Bedarfsplanung, die unter anderem die Verhältniszahl der Psychotherapeuten zugunsten der Patientinnen anpassen soll.
Die zentrale Gesundheitsplattform ist auf der Internetseite des Landratsamtes im Bereich Bürgerservice unter „Themenfelder“ und „Gesundheitsregion-plus“ erreichbar.re