Obertaufkirchen – Derzeit sitzen im Gemeinderat Obertaufkirchen vier Vertreter der CSU. Wenn es nach dem CSU-Ortsvorsitzenden Georg Thalmeier geht, dann sollen es auch nach der Kommunalwahl im März 2020 mindestens vier CSU-Gemeinderäte sein. Das sagte er bei der Nominierungsversammlung, die beim „Wirt z‘Annabrunn“ durchgeführt wurde.
Dabei schickt die CSU wieder 28 Kandidaten ins Rennen um die Gemeinderatssitze und Thalmeier freute sich, dass sie auch „einige Junge für die Kommunalpolitik begeistern konnten“. Einen Bürgermeisterkandidaten wird die Partei aber erneut nicht stellen.
Im Gegenteil, Georg Thalmeier, der in der vergangenen Wahlperiode auch Zweiter Bürgermeister war, lobte die Arbeit von Bürgermeister Franz Ehgartner (FWG/ Heimattreue Obertaufkirchen). Von ihm bekomme der Gemeinderat immer rechtzeitig und transparent alle Informationen, die notwendig sind.
Georg Thalmeier wollte eigentlich nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren und den Jüngeren den Vortritt lassen. Durch den tragischen Tod von Michael Reiser (wir berichteten) habe er allerdings umdenken müssen.
Bei der Vorstellung der einzelnen Kandidaten sagte Ortsbäuerin Anna Wölfl, dass sie den Frauen eine Stimme verleihen möchte. Nach der Wahl machte sie keinen Hehl daraus, dass es für sie ziemlich unbefriedigend ist, dass sie als erste Frau auf der Liste erst auf dem 13. Platz gelandet war.
Der CSU-Ortsvorsitzende Georg Thalmeier ließ die beinahe abgelaufene Wahlperiode noch einmal Revue passieren und nannte Vorhaben wie die Sanierung des Bäckeranwesens, die Erschließung von Bau- und Gewerbegebieten sowie die Sanierung von Ortsstraßen.
Er kam nicht umhin, auch auf das neue Teilstück der A94 einzugehen. Er nannte sie „eine Mords Lärmbelästigung“ und erinnerte an die Unterschriften, die gesammelt wurden, um neue Lärmmessungen durchzusetzen. Er versicherte, dass die CSU hier im gleichen Boot sitze. Auch weil zahlreiche Gemeindebürger ja bereits in den vergangenen Jahren durch den Bau „massiv in Mitleidenschaft“ gezogen worden seien. Allerdings wies Thalmeier auch auf die Vorteile hin, die die Autobahn für viele Bürger bringt.
Bei seinem Blick in die Zukunft erinnerte er unter anderem an den Bau der Kinderkrippe, für den die Planungen bereits auf Hochtouren laufen. Er bedeute wieder einen finanziellen Kraftakt für die Gemeinde. Zudem habe man den Bau eines neuen Feuerwehrhauses und Bauhofs sowie der Umgehungsstraße vor der Brust. „Diese Projekte werden sich aber noch hinziehen“, meinte Thalmeier.
Angenehm sei für ihn, dass bei der Arbeit im Gemeinderat keine Parteipolitik gemacht werde. Alle Gemeinderäte verfolgen das Ziel, die Gemeinde weiterzuentwickeln. „Wenn wir alle zusammenhalten, dann geht auch was vorwärts“, so seine Erkenntnis.