Franz Kriegl gibt sein Amt ab

von Redaktion

Nach 39 Jahren übernimmt bei der Kameradschaft ein Jüngerer

Oberbergkirchen – Franz Kriegl gehört zur KSK Oberbergkirchen wie die Kirche zum Dorf: 39 Jahre hat er den Verein geprägt wie kein Zweiter. Zeitlebens ist er Mitglied, war 24 Jahre Erster und 15 Jahre Zweiter Vorsitzender. Viele Feste und Veranstaltungen wurden unter seiner Amtszeit durchgeführt. Hervorzuheben ist das 125-jährige Gründungsfest der KSK im Juli 2002. Bereits bei der letzten Versammlung hatte er angekündigt, dass er sich nicht mehr zur Wahl stellen wird. Auch Hans Misthilger verabschiedete sich als Zweiter Vorsitzender.

In seinem letzten Tätigkeitsbericht bei der jüngsten Hauptversammlung erinnerte Kriegl an die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres. Zufriedene Mienen gab es nach der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge. Auch den Ausflug mit dem Kreisverband nach Kiel ließ er nicht unerwähnt. Als wichtige Aufgabe des Vereins sah Kriegl die Organisation des Volkstrauertages.

Reservistenbetreuer Hans Misthilger berichtete von den sportlichen Aktivitäten und Erfolgen. Beteiligt hat sich die KSK am Stockschützenturnier in Schönberg, am Hufeisen- und Schafkopfturnier und am Kreispokalschießen.

Vereinskassier Alfons Koferer informierte die Mitglieder über die finanzielle Situation des Vereins. Demnach konnten die Einnahmen im vorigen Jahr die Ausgaben nicht ganz ausgleichen, sodass ein Betrag von 126 Euro der Rücklage entnommen wurde. Das Minus entstand durch den Ausfall der Christbaumversteigerung, die nur alle zwei Jahre stattfindet.

Vorsitzender Kriegl führte weiter aus, dass die Zahl der Mitglieder von 110 in den letzten Jahren konstant geblieben sei. Die KSK bestehe aus zwei Veteranen, 76 Reservisten und 32 freiwilligen Mitgliedern. Kriegl sprach das Kriegerdenkmal an, es sei sehr verwittert, die Schrift schlecht leserlich, eine Renovierung sei nötig.

Stephan Miggisch wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter wurde Lorenz Hausperger. Als Kassier wurde Alfons Hoferer gewählt und Schriftführer wurde Martin Seisenberger. Beisitzer sind Karl Jost, Johann Neudecker, Hermann Hering und Gerhard Schenk, Kassenprüfer sind Anton Weichselgartner und Hans Misthilger.

Kreisvorsitzender Franz Maier bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit der Kameradschaft, er war beeindruckt von der Feier am Kriegerdenkmal.

Bürgermeister Michael Hausperger gratulierte dem neuen Vorstand und wünschte viel Erfolg für die Zukunft. Er dankte für die Bereitschaft, Führungsfunktionen im Verein zu übernehmen. Einen besonderen Dank richtete er an Franz Kriegl, der den Verein in den vergangenen 39 Jahren maßgeblich geprägt habe. „Seine Reden am Kriegerdenkmal und bei Beerdigungen waren stets unverkennbar.“ fma

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