Schwindegg – Sehr gut besucht war die Aufstellungsversammlung der Bürgerliste Schwindegg in den Gasträumen der ehemaligen Bahnhofsrestauration. Bei der Begrüßung stellte Bürgermeister Dr. Karl Dürner fest, dass er nach 18 Jahren als Gemeindeoberhaupt seine erreichten Ziele verteidigen müsse. Er habe sehr viele Projekte angepackt: Bau der Umgehungsstraße, Hochwasserschutzmaßnahme und Renovierung des Bürgerhauses, um nur ein paar zu nennen. Für die Entwicklung von Schwindegg bedeute die Sicherung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung für die nächsten 25 Jahre durch das neugegründete Medizinische Versorgungszentrum (MVZ Isental) einen gewaltigen Standortfaktor, den er maßgeblich vorangetrieben habe.
Von der CSU nicht gefragt worden
Vordringlich wurde in Schwindegg die Bürgerliste gegründet. Dürner will seinen Sohn Karl-Michael, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, aktiv unterstützen. Er selbst ist derzeit bei zwölf Gruppierungen und Institutionen im Landkreis eingebunden und habe Verbindungen zu Ministerien und schon deshalb könnte er viele wichtige Türen dort öffnen, sagte der noch amtierende Bürgermeister.
Vom CSU-Ortsverband sei er nicht gefragt worden, wie er sich seine Zukunft vorstelle, sondern ihm sei der „Koffer“ vor die Tür gestellt worden. „Mit den Bürgern, für die Bürger“, so lautet seine Devise und dieses Gen trage auch sein Sohn in sich, sagte Dürner.
Vor der Wahl als Bürgermeisterkandidat für die Bürgerliste, stellte sich Karl-Michael Dürner vor. Dabei zeigte er auf, wie wichtig für ihn ehrenamtliches Engagement sei, welches er seit vielen Jahren vorlebe. Ob bei der Feuerwehr, beim Schützenverein, als Elternbeiratsvorsitzender im Kindergarten, Vorstand des Kulturvereins und lange Jahre als Abteilungsleiter beim Sportverein. In der Gemeinde ist er seit fast zwölf Jahren als Gemeinderat tätig und engagiert sich als Jugendreferent unter anderem für das jährliche Ferienprogramm. Außerdem ist er Elternbeiratsvorsitzender im Kindergarten.
Er versprach, als Bürgermeister werde er für noch bessere Lebensqualität und für Bauland in Schwindegg sorgen. Beim Bahnausbau solle von Beginn an der Lärmschutz im Vordergrund stehen und vernünftige Lösungen mit der Bahn vereinbart werden. Zudem solle bei der Schließung des Holzwerküberganges eine vernünftige Lösung gefunden werden. Auch für die Infrastruktur und die Geschäfte in der Ortsmitte wäre es wichtig, dass der Durchgangsverkehr erhalten bleibt.
Von den 25 Stimmberechtigten wurde Karl-Michael Dürner, bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme, zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Die Bürgerliste besteht aus sechs Personen, dabei wurde einstimmig Karl-Michael Dürner als Listenführer auf Platz eins gewählt. Auf den Plätzen zwei bis sechs folgen: Dr. Karl Dürner (39 Stimmen), Erwin Ebert (25), Claudia Schmid und Franz Lohmair hatten je 19 Stimmen. Die Stichwahl entschied Schmid mit 15:7 für sich. Günther Weitzer (18 Stimmen) komplettiert die Liste.
Guter Lärmschutz beim Bahnausbau
Allerdings müssen Karl-Michael Dürner und die Bürgerliste nach der Aufstellungsversammlung noch auf eine demnächst im Rathaus aufliegende Unterstützerliste setzen, um endgültig als Kandidaten legitimiert zu werden. Diese wird frühestens ab Mittwoch, 18. Dezember, im Rathaus zur Unterzeichnung aufliegen.