Mit dem Trachtengen schon geboren

von Redaktion

Sepp Sperr hat für sein ehrenamtliches Engagement die Bezirksmedaille erhalten

Ampfing – Sepp Sperr wurde mit der Bezirksmedaille für sein ehrenamtliches Engagement in der Kirche und „Trachtensach“ ausgezeichnet. Für viele Menschen bedeutet das ehrenamtliche Engagement, das „Sich-für-andere-Einsetzen“ etwas völlig Selbstverständliches, etwas, das eigentlich nicht der Rede wert wäre. Einer dieser Menschen ist Sepp Sperr aus Ampfing. In der Münchner Residenz hat ihm kürzlich Bezirksrat Josef Mederer die Bezirksmedaille überreicht.

Seit der Kindheit mit
der „Trachtensach“
konfrontiert

Schon von Kindheit an wurde er mit der „Trachtensach“ konfrontiert. Sein Vater war Gründer des Trachtenvereins „Isen“ und leitete auch die Kinderproben. „Da ich schon Akkordeon spielen konnte, habe ich bei den Proben die Tänze für die Kinder gespielt. Als Jugendlicher habe ich dann selber getanzt und geplattelt“, erzählt Sperr.

1991 zog der gelernte Programmierer mit seiner Familie nach Ampfing. Erste Berührung mit den „Isentaler“ Ampfing gab es, als seine zwei Söhne zu den Kindergruppen in Ampfing kamen. 2002 wurde er zum Zweiten Vorsitzenden der „Isentaler“ Ampfing gewählt. Schon fünf Jahre später wurde er Gebietsvertreter für das Gebiet Inn-Salzach, dem 18 Trachtenvereine aus den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Erding angehören. Beide Ämter übt er seitdem ununterbrochen aus.

Eine wichtige Unterstützung ist er auch bei den wöchentlichen Kinderproben, bei denen er die Kinder mit dem Akkordeon begleitet. Sepp Sperr ist mit seiner ruhigen und ausgeglichenen Art ein Mensch, dessen Führung sich Erwachsene und Kinder gerne anvertrauen. Daher war und ist er in vielen Gremien, Gruppen und Vereinen in die Vorstandschaft berufen oder gewählt worden. In der Ampfinger Kirchengemeinde hat Sperr Verantwortung im Pfarrgemeinderat und in der KAB übernommen. Start dazu war, als er nach Ampfing kam. Mit Kaplan Otto Stangl war ein Weggefährte von ihm bereits in Ampfing. Die beiden hatten bereits in Isen jahrelang zusammen ministriert. „Deshalb wurde ich ziemlich schnell in die kirchlichen Ämter eingebunden“, erinnert sich Sperr.

Seit etwa 1992 ist er Lektor und Kommunionspender. Für einige Jahre übernahm er auch das Amt des Firmhelfers. Viele Jahre machte er sich im Pfarrgemeinderat stark, davon sechs Jahre als Zweiter und vier Jahre als Erster Vorsitzender. Seit zwei Jahrzehnten ist er Lektor und Kommunionhelfer in der Pfarrgemeinde Ampfing. Seit eineinhalb Jahrzehnten wirkt er in der Pfarrei Ampfing als Koordinator der Sternsingeraktion. Als Wortgottesdienstleiter kümmert er sich um Wortgottesdienste, Andachten und die Volksfrömmigkeit.

Sehr aktiv
im Pfarrverband

Unter seiner Mitwirkung finden auch die Pfarrverbandswallfahrten statt. Auch unterliegt Sepp Sperr das Vorbereiten der Frühschichten in der Karwoche und seit 2014 ist er Mitglied in der Vorstandschaft des Dekanatrats und in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB).

„Wir brauchen Menschen, die nicht immer nur nach dem eigenen Vorteil schauen, sondern anpacken, wenn Not am Mann ist. Wir brauchen Menschen, die für andere da sind und helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Das ehrenamtliche Engagement von Sepp Sperr wird getragen von seinem tiefen christlichen Glauben, seiner Liebe zur Heimat und seinem stark ausgeprägten ökologischen und sozialen Bewusstsein“, sagte Bezirksrat Josef Mederer bei der Verleihung.

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