Mettenheim – Mit Blick auf die neu entstehenden Wohngebiete forderten erst jüngst wieder Bürgerinnen und Bürger eine größere Mobilität auf dem Lande, weshalb sich die Gemeinderäte für das Sharing-Förderprojekt „Landmobil“ des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem Verein „Landmobile e. V.“ interessierte.
Geschätzte Kosten:
rund 5800 Euro
Wichtige Informationen über das ab Januar des neuen Jahres geplante, zu 80 Prozent staatlich geförderte Pilotprojekt erteilte Christoph Mayerhofer vom Landratsamt auf der Dezember-Sitzung des Gemeinderates. Danach soll der vorhandene öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) durch Leasingfahrzeuge (auch E-Bikes und -Roller) ergänzt werden, deren Leistungsabrechnung digital erfolgt und über deren Einsatz die jeweilige Kommune mit entscheidet.
Der Gemeinde entstünden jährlich geschätzte Kosten bis zu 5800 Euro, erklärte der Redner die Eckpunkte des Projektes, über dessen spezifische Tauglichkeit der Gemeinderat befinden sollte. Trotz zugesagter Unterstützung durch die Projektträger äußerte sich Bürgermeister Stefan Schalk (CSU) eher skeptisch hinsichtlich der benötigten Ladesäulen, einer bereitzustellenden Garage, der Beauftragung eines Hauptverantwortlichen und der Regelung im Schadensfall.
Bedenken wegen der
Fahrzeugübergabe
Bedenklich fand der Gemeinderat auch die Fahrzeugübergabe und ein für die Kommunen übergreifendes Carsharing. Insgesamt bezweifelte das Gremium die Umsetzbarkeit des Projektes in der relativ kleinen Gemeinde.
In diese Richtung wurde nicht zuletzt auch deshalb argumentiert, weil das vor Jahren für die Einwohner angeschaffte E-Bike nutzlos in der Ecke steht.
Schließlich lehnten die anwesenden Gemeinderäte die Beteiligung an dem Projekt einstimmig (15:0) ab. kch