Bemühungen um Bauland und Feuerwehr

von Redaktion

Dr. Dürner hält seine letzte Bürgerversammlung –360000 Euro Schulden beglichen

Schwindegg – „Wenn die Zukunft Gegenwart geworden ist, ist es zu spät zu planen.“ Mit diesem Zitat leitete Dr. Karl Dürner die Schwindegger Bürgerversammlung im Saal der ehemaligen Bahnhofsrestauration ein. Und auch bei seiner letzten Bürgerversammlung galt sein erster Blick der finanziellen Situation der Gemeinde.

Die Steuereinnahmen seien im abgelaufenen Jahr stabil geblieben, die örtlichen Grund- und Gewerbesteuereinnahmen ebenso. Den größten Teil erhält die Gemeinde über Einkommensteuerbeteiligungen und Schlüsselzahlungen des Freistaates. Aufgrund des steigenden Einkommensteueranteils konnten in diesem Jahr 360000 Euro der Schulden zurückgezahlt werden.

Zur Kreisumlage sagte der Bürgermeister, dass diese nach wie vor sehr hoch sei. Aus den soliden Einnahmen trug die Gemeinde Schwindegg im Jahr 2018 mit knapp 1,8 Millionen Euro, im Jahr 2019 mit 1,93 Millionen und im Jahr 2020 mit 2,045 Millionen Euro zur Finanzierung des Kreishaushaltes bei. Die größte Investition in der Gemeinde fließt in die Schule. Nach der Außenisolierung des Altbaus, den Malerarbeiten und Ausstattung mit Whiteboards in allen Klassenzimmern war auch der Neubau einer Biomasse-Heizanlage erfolgt. Im nächsten Bauabschnitt standen die Sanierung der Toiletten, eine strukturierte Datenverkabelung, eine neue Brandmeldeanlage sowie die Erneuerung der Türen und der Holzfassade am Neubau und an der Turnhalle im Fokus.

Die Feuerwehr Schwindegg sei für die Autobahneinsätze aus- und aufgerüstet worden, ein Teil der persönlichen Schutzausrüstung wurde erneuert. Für Walkersaich werden die Voraussetzungen für eine Atemschutzausrüstung und für einen angemessenen Stellplatz für ein neues Feuerwehrauto geschaffen. Dr. Dürner gab die Aussagen der Kreisbrandinspektion wieder, wonach der Walkersaicher Feuerwehr große Bedeutung beigemessen wird. Deshalb werde sie auch entsprechend ausgestattet – mit einem Auto, Atemschutz und allem was dazu gehört.

Stabile Steuereinnahmen

Auf das Thema Breitband ging Bürgermeister Dr. Dürner nur kurz ein. Hier startete Anfang des Jahres der Eigenausbau der Telekom im Ortsbereich Schwindegg, dazu einige Verstärkungen im Außenbereich. In den kommenden Jahren sollen die Lücken im Außenbereich geschlossen werden, doch die Umsetzung kann bis zu vier Jahre dauern, verkündete Dr. Dürner.

Der Gemeinderat konnte den Flächennutzungsplan voranbringen und damit auch die Voraussetzung für die Baulanderschließung in größerem Umfang schaffen, erklärte Dr. Dürner. Doch ob die Grundstücksgeschäfte nun auch zu einem guten Ende und für die Schwindegger Jugend finanziell leistbaren Ende kommen, dies werde sich in den kommenden Monaten zeigen.

Weitere Ausführungen betrafen den Hochwasserschutz, das medizinische Versorgungszentrum Isental in Schwindegg und den Lärmschutz an der A94 – dazu las Bürgermeister Dr. Dürner einen Brief vom Staatssekretär Stephan Mayer vor.

Der Bürgermeister ging auf den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke und dessen Lärmschutz ein. Die Erweiterung der Kläranlage, Carsharing, der Radwegebau nach Buchbach sowie die Bauhofzusammenlegung und der Ausbau der Öko-Modellregion auf den Landkreis werde die Gemeinde auch weiterhin beschäftigen.

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