Polling/Flossing – Mit der Nominierungsversammlung haben sich die Freien Wähler Polling-Flossing für die Kommunalwahl in Position gebracht. Das Ziel sei es, so Vorsitzender Willi Skudlik, die aktuelle Zahl von acht Gemeinderäten mindestens zu halten, eventuell sogar die Mehrheit zu erreichen. Inklusive eines eigenen Bürgermeisterkandidaten: Bernd Michel. Er wolle, so der Kandidat bei seiner Vorstellung, als Bürgermeister ins Rathaus und sehe es als oberste Devise, die Gemeinde zu einen und die Bürger mitzunehmen. „Wir müssen Brücken bauen und nicht Barrieren errichten“, sagte Michel in Bezug auf das zerrüttete Verhältnis der beiden Orte Flossing und Polling.
Ziele und Strategien müssten entwickelt werden, ein energiepolitischer Weitblick Einzug halten. Weitere Ziele seien die Verbesserung der Infrastruktur, das soziale Leben facettenreicher zu machen und Voraussetzungen zu schaffen, damit sich junge Leute in der Gemeinde wohlfühlen und bleiben.
Die Aufgabe, den Verkehr in Polling zu „bändigen“ und Entlastung zu schaffen, gehöre ebenfalls zu seinen Zielen: „Hier etwas zu versprechen, ist jedoch schwierig“, sagte Michel abschließend. Er wurde einstimmig als Kandidat gewählt.
Bei der Abstimmung zur Liste der Gemeinderatskandidaten stellte sich jedoch heraus, dass diese nicht allen Mitgliedern entsprach. So monierte etwa Ludwig Mollner, dass angesichts der Listenplätze der weiblichen Kandidaten durchaus Änderungen notwendig seien. Er plädiere dafür, den Damen bessere Listenplätze einzuräumen. Ein Antrag, dem in Bezug auf die Positionierung von Karin Mayerhofer entsprochen wurde. Sie rückte von Platz acht auf Platz fünf vor, die anderen Kandidaten jeweils einen Platz nach hinten. Für Ludwig Mollner und Günther Schleibinger war dies nicht genug, sie forderten weitere Veränderungen, die jedoch keine Zustimmung fanden. Schließlich habe man sich im Vorfeld ja auch Gedanken zur Reihenfolge gemacht, sagte Skudlik, der als Vorsitzender keine weiteren Änderungen zu Lasten der übrigen Kandidaten mehr dulden wollte.
Letztendlich wurde die Liste in geheimer Wahl bei zwei Gegenstimmen befürwortet.