Oberbergkirchen – In familiärer Runde fand im Gasthaus in Gantenham die Aufstellungsversammlung des Bündnis 90/Die Grünen statt. Ziel ist es, die beiden Sitze zu halten, am liebsten aber sogar drei Grüne in den Gemeinderat zu bekommen.
Grünen-Gemeinderat Willi Kreck eröffnete die Versammlung mit einer Zusammenfassung der vergangenen sechs Jahre. Man habe viel dazu gelernt und fleißig Anträge gestellt – „wir sind ein Aktivposten im Gemeinderat“. Kreisvorsitzende Judith Bogner freute sich, dass die Grünen im Landkreis nun doppelt so viele Listen stellen wie noch in 2014. Die „grüne Welle“ nehme Fahrt auf und auch in ländlichen Gemeinden spüre man heute viel Resonanz für grüne Ideen.
Die Landratskandidatin Cathrin Henke stellte ebenfalls ihre Pläne und Ziele vor, die sich von der Gesundheitsvorsorge im Landkreis über die Weiterentwicklung des ÖPNV bis hin zur Einrichtung von Schutzräumen für von Gewalt bedrohten Frauen erstreckt.
Einige dieser grünen Ideen wurden in Oberbergkirchen bereits umgesetzt, woran auch die beiden Gemeinderäte Willi Kreck und Josef Fuchs beteiligt waren. So entstanden in diesem Jahr Blühflächen in der Gemeinde, die Straßenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt und es erfolgte eine Referenzmessung für den Funkmasten. Auch viele Anträge gingen erfolgreich durch: Die Resolution gegen die B15neu, die Umwandlung der alten Lehmgrube in eine Bauschutt-Deponie wurde gestoppt und die Weiterentwicklung des Wiethaler-Areals in der Ortsmitte wurde erneut angeschoben.
Für die kommenden sechs Jahre wird angestrebt, dass in möglichen neuen Baugebieten nur noch energieneutrale Gebäude entstehen sollen und grundsätzlich Leerstände genauer untersucht und besser genutzt werden. Den Fortbestand des Dorfladens zu sichern liegt den amtierenden Ratsmitgliedern ebenfalls am Herzen. In Sachen Mobilität tut sich durch die Beteiligung an einem Carsharing-Projekt schon jetzt etwas. Auch die interkommunale Zusammenarbeit der Kindergärten, Bauhöfe und der Feuerwehren sowie die Belange der jugendlichen Gemeindebürger sind den Grünen ein Anliegen.
Bei der Vorstellungsrunde erklärten die Kandidaten teils ihre Motivation, auf der Liste zu kandidieren. So möchte zum Beispiel Waltraud Rosenhuber die Rad- und Wanderwege besser ausbauen, denn gerade für Kinder würden diese das Erleben der Natur besser ermöglichen als jeder Spielplatz.
Auch Dominik Müller als ehemaliger Gemeinderat findet sich auf der Liste. Er hatte sich aus persönlichen Gründen zurückgezogen und gab offen zu, dass er kein Mandat anstrebe.