Neumarkt-St. Veit – Sie kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen, vertreten die Außenbereiche von Neumarkt-St. Veit und decken alle Altersgruppen ab: „Menschen, die die Gesellschaft widerspiegeln und all ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in die Waagschale werfen. Ich gehe voll motiviert in den Wahlkampf“, erklärte Michael Kulhanek, Bürgermeisterkandidat der CSU Neumarkt-St. Veit, bei der Aufstellungsversammlung der Stadtratskandidaten. Was ihn freute: Auf der Liste mit 20 Personen, die sich um ein Stadtratsmandat bewerben, stehen sechs Frauen. Und die finden sich in einem jungen Team wieder: das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre.
Mit Unterstützung dieses Teams – Akademiker, Handwerker, Feuerwehrleute, Fußballtrainer, Schützen, Faschingsfreunde – möchte er Bürgermeister werden und zukünftig die Mehrheiten im Stadtrat stellen. Und das mit dem Ziel der Nachhaltigkeit. Nicht alleine in ökologischer Hinsicht. Er will die Kräfte auch außerhalb von Stadtrat und Verwaltung, aus den Vereinen, bündeln, um Neumarkt-St. Veit für die Zukunft gut aufzustellen, im ständigen Dialog mit der Bevölkerung. Auf diese will er bereits während des Wahlkampfes offensiv zugehen. „Meet your Bürgermeister“, lautet der Arbeitstitel seines Konzeptes, zu den Bürgern ins Haus zu kommen, sich an Stammtischen zu treffen und sich auszutauschen.
In zwei Blöcken haben die 49 wahlberechtigten CSU-Mitglieder dann ihre Kandidaten gewählt. Im ersten Block waren Michael Kulhanek als Bürgermeisterkandiat auf Platz eins sowie Max Heimerl als Landratskandidat auf Platz zwei gesetzt. In Block zwei entschieden die CSUler dann über die Plätze drei bis 20.
Landratskandidat Max Heimerl stellte in der Auszählpause sein Programm vor, in welchem er die Themen Mobilität im Landkreis inklusive Radwegeausbau der „Bus & Bahn-Flat“ für Schüler und Azubis sowie bezahlbaren Wohnraum in den Fokus rückte.
Für Neumarkt-St. Veit forderte er einen Kunstrasenplatz für die Fußballer und er bezog Stellung zur Diskussion um die Stadtplatzsanierung. Man habe es sich im Stadtrat nicht leicht gemacht mit den Beschlüssen. Unterschriftenlisten, die im Umlauf seien, zeichneten lediglich ein Stimmungsbild. Er forderte: „Wenn die Bürger was ändern wollen, dann sollen sie nicht stänkern, sondern ein Bürgerbegehren anstrengen!“
„Im Team, im Miteinander“ will man die Zukunft im Landkreis und in der Stadt kreieren – so der Tenor der Versammlung. In puncto Miteinander zeigte sich Egbert Windhager, der seit 18 Jahren dem Stadtrat angehört, skeptisch. Die Erfahrungen hätten nämlich gezeigt: „Mit der Leitung der UWG gibt es kein Miteinander. Wir brauchen einen Wechsel!“ Zum Schluss nannte Kulhanek die nächsten Termine: Am 6. Januar lädt die CSU zum Dreikönigsfrühschoppen mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer in den Gasthof „Zur Post“ ein. Der offizielle Wahlkampfauftakt von Landratskandidat Max Heimerl wird am 8. Januar im Kino in Mühldorf erfolgen. Und der Wahlkampfauftakt in Neumarkt-St. Veit mit Eröffnung des Bürgerbüros in der Bahnhofstraße findet ab 16. Januar statt.