Kurzer Streit um Feuerwerksverbot

von Redaktion

Stadtrat verschiebt Entscheidung auf 2020

Mühldorf – Am Ende einer kurzen, aber sehr heftigen Diskussion lehnte es der Mühldorfer Stadtrat ab, die Entscheidung über ein Verbot von Feuerwerk in der Altstadt und rund um Altenheime und Krankenhaus auf die Tagesordnung bei seiner jüngsten Sitzung zu behandeln. Karin Zieglgänsberger (FM) hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Brandrisiko
in der Altstadt

Nach ihrer Einschätzung hat die Stadt die Möglichkeit, ein Böllerverbot auch noch kurzfristig vor Silvester zu erlassen. Sie sprach von einem „erhöhten Brandrisiko in der Altstadt“ und möglicherweise schwierigen Evakuierungen aus Krankenhäusern und Altenheimen. Auch aus Umwelt- und Tierschutzgründen sei ein Böllerverbot dringend notwendig.

Bürgermeisterin Marianne Zollner verwies auf die Gesetzeslage, nach der der Abschuss von Böllern an Silvester grundsätzlich erlaubt sei. Die Stadt könne zwar über ein Verbot entscheiden, müsse zuvor aber Aufsichtsbehörden und Feuerwehren befragen. Das sei in der kurzen Zeit, seit der das Thema zur Sprache kam, nicht möglich gewesen. Eine Behandlung des Themas in diesem Jahr sei deshalb ausgeschlossen. Dieser Einschätzung schlossen sich 14 Stadträte an, neun stimmten für eine Behandlung.

Zieglgänsberger sprach von „Bürokratismus“ und „Wahnsinn“, angesichts der Ablehnung, das Thema inhaltlich zu behandeln. CSU-Fraktionssprecher Oskar Stoiber nannte die Aussage Zieglgänsbergers „dümmlich“. Zollner sagte zu, eine Entscheidung für das Silvesterfest im Jahr 2020 vorzubereiten. hon

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