Lohkirchen – Mit einer gemeinsamen Liste treten die CSU und die Freien Wähler in Lohkirchen zur Gemeinderatswahl an. „Einen Bürgermeister“, das machte CSU-Vorsitzender Simon Eder gleich zu Beginn klar, „wollen wir nicht stellen“.
Bevor es zur Wahl ging, hielt Eder einen Rückblick auf das Geschehen in der Gemeinde der letzten sechs Jahre. „Wir haben gemeinsam enorm ordentliche Arbeit geleistet“, fand Simon Eder und nannte das Mitwirken bei der Vergabe des Baugebietes Straßfeld II, das mittlerweile komplett ist. Die Bauplätze seien vorwiegend an junge Lohkirchener gegangen.
Lob für Bürgermeister Siegfried Schick
In die Tat umgesetzt habe man die Erweiterung des Bauhofes und auch der Radweg nach Brodfurth sei binnen kurzer Zeit auf den Weg gebracht worden. Verschiedene Straßenbauten wurden abgeschlossen und der Antrag auf den Breitbandausbau wurde neu gestellt. Den derzeitigen Bürgermeister Siegfried Schick, lobte Eder, als eine Person, der die Gemeinde fest im Griff habe.
Stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer, der als Wahlleiter fungierte, ermunterte die Kandidaten für den Gemeinderat: „Helft zusammen und zieht Projekte gemeinsam durch!“
Gewählt wurden die Kandidaten dann in drei Wahlgängen. In ersten Wahlgang wurden in Block die Plätze 1,2,4 und 6 gewählt. Über diese durften alle Anwesenden abstimmen.
Im zweiten Wahlgang wurde dann über die Plätze 3 und 5 abgestimmt; hier durften nur alle Freien Wähler abstimme. Und beim dritten Wahlgang stimmten wieder alle über die Kandidatenfolge vom Platz sieben bis 16 ab. Nicht mehr zur Wahl stellten sich Simon Eder und Hans Perseis.
Nach den Wahlgängen beglückwünschte Simon Eder die Kandidaten. „Wir haben eine sehr gute gemischte Liste, die das Interesse der Lohkirchener Bürger weckt!“
Zum Wahlprogramm gab Eder an: Sich weiter für den Breitbandausbau kümmern, der voraussichtlich 2020 in Zangberg beginnt und auch Teile von Lohkirchen miteinschließen soll.
Weiter möchten die CSU und die FW den Umbau des Sorgekindes Raiffeisengebäude vorantreiben. Es sollen Sozialwohnungen eingebaut werden, damit das Gebäude trotz der hohen Investitionen einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird.
Besonderer Fokus auf die Landwirtschaft
Ein weiterer Punkt wäre der Ausbau der Straße ab dem Kreisverkehr ab Brodfurth nach Schönberg und bis Egglkofen, wobei diese nach Verbreiterung als Kreisstraße eingestuft werden könnte. Ein besonderes Augenmerk legen Freie Wähler und CSU aber auf die Erhaltung der Landwirtschaft, Wälder, Äcker, Wiesen und Gärten des ländlichen Raums. Tenor: Jeder einzelne Gemeindebürger, ob Frau ob Mann, ob Jung ob Alt, soll sein Bewusstsein für die Natur schärfen und sich überlegen, welchen Beitrag er für die Natur und Umwelt leisten kann. Der Appell von FW und CSU: Freiwillig, unbürokratisch, heimatverbunden. „Mitmachen und Mitgestalten“, so Simon Eder zum Schluss.