Haag – Keine Probleme hatten die Mitglieder des Schützenvereins Hubertus Stauden mit ihrem Antrag an die Gemeinde Haag auf Bezuschussung ihres Schießstandumbaus. Sie erhalten 16000 Euro Zuschuss und leisten einen hohen Eigenanteil.
Modernisierung
kostet über
66000 Euro
Die Baumaßnahme dient der Umrüstung auf elektronische Schießstände. Dazu wollen die Schützen die Sicherheit verbessern und einen neuen Zugang von außen schaffen. Die Planung ist mit dem Bauvorhaben des Gastwirtes zu einem Saal abgestimmt, teilte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Die Gesamtsumme der Erneuerung bezifferte sie auf 66624 Euro. Davon beantrage „Hubertus Stauden“ 20 Prozent, also 16000 Euro. Unterstützenswert sei die Jugendarbeit des Vereins.
Da könnten die weiteren Schützenvereine der Gemeinde mit dem gleichen Anliegen des Standbaus auch Zuschüsse beantragen, gab Egon Barlag (Freie Wähler) zu bedenken. Wäre es nicht sinnvoller, das Schießen in der Gemeinde auf einen gemeinsamen Stand zu konzentrieren? Zu befürchten bleibe bei prozentualer Bezuschussung ferner ein Kostenanstieg, der sich dann auf die gemeindliche Förderung auswirke.
Die Gefahr einer „automatischen Erhöhung“ sah Bürgermeisterin Sissi Schätz nicht, da die exakte Summe von 16000 Euro beantragt sei. Von einer Konzentrierung riet sie ab. Die gesellschaftlichen Aktivitäten sollen in den Ortsteilen bleiben: „Man kann das nicht zusammenschmeißen. Da müsste man mit den Vereinen reden.“
PWG-Chef Josef Hederer hoffte, dass diese Investition lange vorhalte und betonte: „Die Staudener Schützen sind sehr aktiv.“ Auf 20 Prozent habe sich der Zuschuss bei größeren Vorhaben immer eingependelt, wusste SPD-Chef Peter Bauer. Andreas Sax (CSU) lobte die „selten so detaillierte Kostenaufstellung“ im Antrag. Die Zuschusssumme sahen Christian Mangstl (CSU) und Konrad Lipp (WfH) aufgrund des hohen Eigenanteils als gerechtfertigt an.
Dagegen brachte Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) den Vorschlag ein, die Gemeinde solle sich auf keine Detailsumme festlegen, aber eine generelle Förderung aussprechen. Mit dieser Version blieb er bei der Abstimmung für seinen Antrag allein bei 18 Gegenstimmen. Daraufhin wurde der Zuschuss für die Staudener mit 18:1 Stimmen beschlossen. In einer folgenden Sitzung erteilte der Bauausschuss ohne Gegenstimme das Einvernehmen für den Ausbau der Anlage mit neuem Zugang.