Mühldorf –Die Schwerpunktpraxis für Atemwegsinfektionen am Volksfestplatz in Mühldorf hat heute ihren Betrieb aufgenommen. Diese Schwerpunktpraxis ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet und richtet sich nur an Patienten aus dem Landkreis Mühldorf.
„In diese Praxis sollen Personen kommen, die an einem akuten Atemwegsinfekt mit Husten, Fieber und starkem Krankheitsgefühl leiden, damit ihnen geholfen wird und damit sie nicht in ihre gewohnte Hausarztpraxis gehen müssen“, so Peter Wapler. Die Patienten werden dort untersucht und dann wird vor Ort über die weitere Behandlung entschieden. Betroffene Patienten werden gebeten, sich mit dem Auto auf dem Volksfestplatz einzufinden, sich in den dafür vorgesehenen Fahrspuren von einem Sicherheitsdienst eingewiesen anzustellen und im Auto zu warten, bis sie zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden.
Um 14 Uhr war es schon eine Autoschlange von 15 Pkws; auch ein Radfahrer reihte sich ein, um eine Untersuchung von einem der beiden Ärzte zu bekommen. Auf die Frage, warum die Patienten das Angebot wahrnehmen, sagten sie, dass sie an Vorerkrankungen an den Atemwegen und an der Lunge leiden würden. Ganz klar sagten sie, dass sie Angst vor Corona hätten, weil eine Infektion für sie lebensgefährlich sein könne.
Der Landkreis Mühldorf wäre bereit, den Betrieb der Schwerpunktpraxis, wie von den beiden Versorgungsärzten Peter Wapler und Dr. Jan Döllein vorgeschlagen, gemeinsam mit dem Landkreis Altötting zu betreiben, erklärt das Landratsamt Mühldorf.
Nachdem der Landkreis Altötting sich weigert, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen, sei dies jedoch nicht möglich. „Patienten und niedergelassene Ärzte aus dem Landkreis Altötting bitten wir deshalb, sich mit ihren Fragen gegebenenfalls direkt an das Landratsamt Altötting und den dortigen Versorgungsarzt zu wenden.“ Die Praxis kostet dem Landkreis Mühldorf rund 80000 Euro im Monat. sb