Zwölf neue Wohnungen entstehen

von Redaktion

Grundstückspreise machen Kreiswohnbau schwer zu schaffen

Mühldorf – Das nächste Neubau-Projekt der Kreiswohnbau wird an der Xaver-Rambold-Straße in der Stadt Mühldorf realisiert werden. Der dortige Bestand, der im Besitz der Kreiswohnbau ist, wird abgerissen. Dort hatte die Kreiswohnbau 18 Wohnungen. Der geplante Neubau soll 30 neue Wohneinheiten erhalten. Damit entstehen zwölf neue Sozial-Wohnungen. Auch bei diesem Wohnprojekt sollen Wohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen entstehen.

428 Wohnungen
im Bestand

Seit 1951 gehört die Gemeinnützige Kreiswohnbau GmbH zu den leistungsstarken Immobilienfirmen im Landkreis Mühldorf. Seit 1951 bietet die Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft mbh Mühldorf am Inn Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen an.

Die Kreiswohnbau hat an den Standorten Mühldorf a. Inn, Aschau, Mettenheim, Neumarkt-St.V eit, Kraiburg und Waldkraiburg 428 Wohnungen im Bestand. 410 davon wurden in den letzten Jahren modernisiert und umgebaut. „Unser Wohnungsbestand wird durch moderne Neubauten stets erweitert“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Mühlhans.

Von Sommer 2013 bis April 2014 errichtete die Kreiswohnbau Mühldorf an der Moltkestraße in Mühldorf einen Wohnkomplex mit 24 Wohneinheiten. Alle Wohnungen in einer Größe zwischen 40 und 55 Quadratmeter sind barrierearm und mit einem Aufzug zu erreichen.

24 Wohneinheiten für
2,3 Millionen saniert

Mieten werden, nach dem Einkommen gestaffelt, in drei Kategorien eingeteilt. Die Kosten für diese Maßnahme beliefen sich auf rund 2,3 Millionen Euro.

Als letzte Maßnahme hat die Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft mbH Mühldorf a. Inn in der Dürerstraße 5 und 7 in Mühldorf a. Inn einen Neubau mit zwölf Mietwohnungen errichtet. Der im April 2020 abgeschlossen werden konnte.

Dazu hat die Regierung von Oberbayern staatliche Fördergelder in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro bewilligt. Davon werden 238500 Euro als Zuschüsse, der Rest als zinsgünstige Förderdarlehen ausbezahlt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf knapp 2,39 Millionen Euro.

Wohnungen für

Einkommensschwache

Mit dem Projekt sollen vor allem Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte geschaffen werden. Alle Wohnungen sind barrierefrei gestaltet und über einen Aufzug, der alle Geschosse erschließt, erreichbar. Sie eignen sich daher auch für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

„Wir möchten den gesellschaftlichen und demografischen Herausforderungen unserer Zeit gerecht werden. Selbstbestimmtes Wohnen im Alter gehört dazu. Mit diesem Projekt stellen wir einmal mehr die Weichen für die Zukunft“, so Gerhard Mühlhans, Geschäftsführer.

„Die Nachfrage nach Sozialwohnungen ist nach wie vor sehr groß. Allein in Mühldorf haben wir eine Warteliste von rund 30 Personen, die an einer solchen Wohnung interessiert wären“, berichtet Mühlhans.

Große Nachfrage nach Sozialwohnungen

Als zentrales Problem des sozialen Wohnungsmarkts sieht der Geschäftsführer der Kreiswohnbau die Grundstücksfrage. „Auch wenn wir bauen wollten, dann bekommen wir keine Grundstücke oder uns werden Grundstücke angeboten, die aber im sozialen Wohnungsbau nicht zu bezahlen sind. Das Problem ist nicht mehr das Bauen, sonder die Preise, die für einen Quadratmeter Grund im freien Wettbewerb verlangt und bezahlt werden“, bilanziert Gerhard Mühlhans.

„Wir verfügen im Landkreis mittlerweile über ein recht gutes Angebot an Sozialwohnungen. Wie sich Verwerfungen durch die Corona-Pandemie auch auf die Nachfrage nach Sozialwohnungen auswirken wird, ist noch nicht abzuschätzen. Sicher ist: Die Grundstücks- und Immobilienpreise werden weiter steigen. Daher liegt ein Schwerpunkt darauf, bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungskreise zu schaffen. Damit auch die jungen ortsansässigen Generationen sich hier Wohnen auf Dauer leisten können. Wir haben in der Vergangenheit viel dafür getan, den Landkreis als Wirtschaftsstandort und für Fachkräfte und Nachwuchskräfte attraktiv zu machen, zum Beispiel mit dem Ausbau der Bildungs- und Studienangebote. Damit die Lebensqualität stimmt, muss das Wohnen bezahlbar bleiben. Das haben die Kommunen längst als wichtige Aufgabe erkannt und sind hier aktiv, ebenso wie die Kreiswohnbau. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, können die Kommunen nicht alleine bewältigen. Hier braucht es die massive Unterstützung seitens der Politik“, erklärt Landrat Max Heimerl.

Bedarf an Sozialwohnungen wird weiter steigen

„Vor allem der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen“, so Mühlhans, für Zuwanderer, Flüchtlinge und ältere Bürgerinnen und Bürgerwerde zunehmen. Diese Entwicklung verschärft das Problem vieler städtischer Gebiete noch.

Wohnen zur Miete ist in Deutschland die vorherrschende Wohnform. Vor allem in boomenden Groß- und Universitätsstädten.

Auf dem Land und in der Provinz ist die „Eigentümerquote“ deutlich höher. Sie wird vom Statistischen Bundesamt erhoben und bezeichnet den Anteil der von Eigentümerinnen und Eigentümern selbst bewohnten Wohnungen. 2014 betrug der Bundesdurchschnitt knapp 46 Prozent. Mit 63 Prozent führte das Saarland die bundesdeutsche Rangliste der Eigentümerquote an. Berlin bildete das Schlusslicht mit 14 Prozent. Berlin ist eine Mieterstadt.

Die Gesellschafter der Kreiswohnbau

Die Gesellschafter der Kreiswohnbau: Landkreis Mühldorf, Stadt Mühldorf, Stadt Neumarkt-St. Veit und die Gemeinden Aschau, Ampfing und Mettenheim.

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