Wohnungsbau auf Wiethaler-Areal

von Redaktion

Privater Investor muss sich mit den Vorstellungen der Gemeinde arrangieren

Oberbergkirchen – Nachdem das neue Kinderhaus nun bald eröffnet werden kann, wurde ein zwischenzeitlich zurückgestelltes Großprojekt wieder auf die Tagesordnung gesetzt, mit dem sich der Gemeinderat zuletzt im Jahr 2016 beschäftigt hatte: die Bebauung des Wiethaler-Areals in Richtung Ortsmitte.

Gemeinde wünscht
sich Barrierefreiheit

Der neue Vorentwurf orientiert sich grundsätzlich am Erstentwurf vom April 2016. Er sieht drei jeweils dreistöckige Gebäude vor, die zwar von der Straße deutlich zurückgesetzt, aber trotzdem noch verträglich mit den dahinterliegenden Wohnhäusern sind. Ein Kellergeschoss bei den Gebäuden ist nicht geplant. Hintergrund: Es drohen Probleme mit möglichen Bodendenkmälern, die im Vorhinein nicht geklärt werden können. Entlang der Hofmark sollen öffentliche Parkplätze entstehen, die insbesondere die Parksituation während der Gottesdienste entschärfen würden, hieß es in der Sitzung. Die Gemeinde strebt den Verkauf der Grundstücke an einen privaten Investor an, möchte dabei jedoch die gemeindlichen Vorstellungen und Ziele absichern, wie die Planung barrierefreier und altersgerechter Wohnungen. Als Mittel der Wahl schlug Gemeinderatsmitglied Willi Kreck (Die Grünen) die Überplanung mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan vor.

Ein Diskussionsthema unter den Gemeinderäten war die Integration gewerblicher Flächen. Die Konzeptentwicklung und Umsetzung wären voraussichtlich förderfähig sowohl bei Beantragung durch die Gemeinde wie auch durch einen privaten Investor. Mehrere Gemeinderatsmitglieder äußerten jedoch Bedenken, ob überhaupt Bedarf nach Gewerberäumen besteht. Georg Blieninger (CSU) erinnerte daran, dass beim Kauf der Flächen ursprünglich angedacht war, dort unter anderem den Lebensmittelmarkt unterzubringen.

Gemeinderätin Sabine Hopf (CSU) merkte an, dass der Dorfladen an seinem aktuellen Standort gut platziert sei und sich hier durch den in einigen Jahren vermuteten Wegfall der Bankfiliale ohnehin sogar Erweiterungsmöglichkeiten ergeben werden.

Auch Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) schloss sich der allgemeinen Tendenz an, dass sich die Ansiedelung von Gewerbe wohl schwierig gestalten werde und dann nur unnötig Flächen freigehalten würden. Gemeinderat Kreck warf ein, dass eine nachträgliche Nutzungsänderung immer noch möglich sei, falls etwa eine Anfrage für die Einrichtung eines Versicherungsbüros oder Ähnliches eingehen sollte.

Laut Oberbergkirchens Bürgermeister Hausperger gibt es aktuell bereits drei Interessenten, die jeweils ein Konzept abgeben müssen. Der Gemeinderat nahm die Vorentwurfsplanung einstimmig zur Kenntnis und akzeptiert nun auch eine reine Wohnnutzung, wie er in der Sitzung signalisiert hatte.

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