Maitenbeth – „Ein Zeichen setzen, dass es wieder aufwärts geht“, das plant Kilian Schex aus Maitenbeth mit einem Open Air. Von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, werden „Zwoa Bier“, Michael Altinger und Roland Hefter auf dem Rathausplatz erwartet.
Sein Vorhaben hatte er bereits im Gemeinderat vorgestellt (wir berichteten). Tatkräftige Unterstützung kommt von Familien und Freunden.
Kilian Schex ist 23 Jahre alt und Feinwerkmechaniker von Beruf. Der macht ihm Spaß, doch die Veranstaltungstechnik eben auch. Deshalb ist sein eigenes Unternehmen „Schex-Veranstaltungstechnik“ ein weiteres Standbein für ihn.
Corona erschwert
die Umsetzung
Damit hat er sich bei den Maitenbethern und auch darüber hinaus schon bekannt gemacht, etwa beim Starkbierfest oder anderen Aufführungen unter anderem für die Landjugend. Das geht auf seine Schulzeit in der Realschule zurück, da gab es die Möglichkeit dafür, dabei entdeckte er sein Interesse.
Vor allem gefällt ihm bei dieser Arbeit der Kontakt mit den Künstlern, das sei eine angenehme Szene, erklärt er, man sei „mit jedem per du“ und lerne viele interessante Menschen kennen. Jede Lokalität sei anders und stets eine Herausforderung, all das optimal ins richtige Licht zu setzen und dafür zu sorgen, dass jeder Besucher auch alles gut versteht und es optimal klingt. Dabei ist er nicht alleine, zu seinen Helfern zählen Freunde und die Familie.
Die eigene Ausstattung mit Licht und Ton genügt von der Geburtstagsfeier bis zu kleinen Festzelten, vieles leihen sich Unternehmen untereinander aus. „Da gibt es eigentlich keine Konkurrenz, mit Verdrängung würde man nicht lange überleben“, hat er festgestellt. Schwierig sind die Zeiten jetzt sowieso, denn die meisten in dieser Branche haben durch Corona keine Einnahmen, er auch nicht. Doch hilft dem Veranstaltungstechniker sein Hauptberuf über die Runden. Durch die Lockerung der Auflagen wolle er das wieder ankurbeln und hat die Organisation ausnahmsweise gleich mit in die Hand genommen.
„Künstler, die
nicht so laut sind“
„Zwoa Bier“, Michael Altinger und Roland Hefter, gefallen ihm selber, sodass er einfach deren Agenturen anrief und sofort eine Zusage bekam. Einen höheren Aufwand als sonst bedeutet das schon, denn die Corona-Bestimmungen sind nicht leicht umzusetzen.
Grundsätzlich gibt es 130 Plätze, doch sei darauf zu achten, dass höchstens bis zu zehn Personen zusammen sein dürfen, da ist der Abstand enger. Kommen nur größere Gruppen, passen deshalb am meisten Menschen auf den Platz; kommen Einzelpersonen, sind es aufgrund der eineinhalb Meter Abstand weniger. Deshalb gibt es nur einen personalisierten Kartenverkauf unter Telefon 0175/ 4955926 oder im Internet www.schex-veranstaltungstechnik.de/tickets. Damit kann Kilian Schex austüfteln, wer wo sitzt. Getränke gibt es auch, aber nur abgepackt.
Der Platz hat sich bei anderen Veranstaltungen, wie dem Adventsmarkt bewährt, auch die Akustik ist gut, weiß Kilian Schex etwa von Gottesdiensten. Deshalb findet eine heilige Messe hier am 2. August um 10 Uhr statt. Die Bühne ist vor der Treppe, die Besucher sitzen in Richtung alte Schule. Das Wetter sollte mitspielen, falls nicht, ist der Ausweichtermin eine Woche darauf.
Bei der Auswahl der Künstler legte Schex Wert darauf, „dass die nicht so laut sind“; 22 Uhr soll wieder Ruhe sein. „Zwoa Bier“ sind Michi Schauer und Sepp Bastl, Liedermacher aus München, die in bayerischer Mundart singen. Bekannt sind sie auch aus dem Vereinsheim Schwabing. Sie treten am Freitag um 20 Uhr auf. Der Kabarettist Michael Altinger hat eine besondere Beziehung zur Gegend, er wuchs in Bachmehring auf und ist vielen aus dem Fernsehen bekannt. Altinger steht am Samstag ab 20 Uhr auf der Bühne.
Roland Hefter tritt am Sonntag um 19 Uhr auf. Der Schauspieler, Kabarettist, Liedermacher und Sänger aus München hat sich durch deftigen Humor einen Namen gemacht.