Mühldorf – 97 Abiturientinnen und Abiturienten des Ruperti-Gymnasiums Mühldorf haben am Freitag in der Dreifachturnhalle an der Töginger Straße ihre Abiturzeugnisse erhalten, unter ihnen 26 mit einer Durchschnittsnote von 1,9 oder besser. Die Traumnote 1,0 erreichte Florian Dirnberger, der von Schulleiterin Daniela Raith mit dem Ruperti-Taler ausgezeichnet wurde. Der Gesamtdurchschnitt lag bei 2,34.
Jahrgang mit
Höhen und Tiefen
Elternbeiratsvorsitzender Christian Finger nannte den Jahrgang „einen Jahrgang, den es noch nie zuvor so gegeben hat und hoffentlich auch nie wieder geben wird.“ Er spielte damit auf die besonderen Umstände an, unter denen das Abitur abgelegt werden musste: „Gerade Euch hat Covid-19 schwer getroffen, doch Ihr habt es bestens gemeistert. Ihr könnt Euren Kindern und Enkeln einmal sagen: Wir waren der Corona-Abiturjahrgang.“
Für die Schülermitverantwortung, SMV, skizzierte Yannik Werner noch einmal den Weg des Jahrgangs von der Einschulung bis zum heutigen Tag. „Und plötzlich war es so weit, die Abiturprüfungen standen vor der Tür. Es ist wie bei Ebbe und Flut, man weiß genau, wann es kommt und doch ist man überrascht, dass es schon so weit ist.“
Die Abiturienten selbst repräsentierten am Rednerpult Amelie Forster und Paul Kelbel, die Höhen und Tiefen aufzeigten und auf ihr ursprüngliches Motto „Abi heute – Captain morgan“ eingingen, womit natürlich nicht der morgige Tag, sondern das beliebte Getränk gemeint gewesen sei. „Das haben wir dann in „Abi 2020 – mit Abstand die Besten“ geändert und wir haben durch das – gezwungenermaßen – selbstständige Arbeiten wohl jetzt schon einiges für unsere Zukunft gelernt“, sagten die beiden, stellvertretend für alle.
„Gschafft is“ – mit diesen Worten eröffnete Oberstudiendirektorin Daniela Raith ihre Festrede und verwies auf die widrigen Umstände, die es für diesen Jahrgang gegeben habe. Trotz Abstandhalten und Mund-Nase-Schutz, trotz nerviger Wochen und genervter Menschen, trotz gestohlener Aufgaben und digitaler Prüfungen, hätten sich alle eingesetzt, sich klug und verantwortungsvoll verhalten, sich umgestellt und durchgehalten, immer mit Blick auf das gemeinsame Ziel.
So komme diesem zufriedenen Seufzer „Gschafft is“ in diesem Jahr auch eine ganz besondere Bedeutung zu.
„Ihr habt es zustande gebracht, in der mehr als ungewöhnlichen Zeit, den Fokus immer wieder richtig zu setzen. Das ist auch in normalen Jahren nicht einfach. Vielleicht hat die Unsicherheit und Unruhe im Umfeld auch eher den Blick geschärft für das, auf was es jetzt ankommt.“ Gemeinsam mit Oberstufenkoordinatorin Margit Forstner-Hirn ehrte Daniela Raith die besten Abiturientinnen und Abiturienten und überreichte ihnen die Zeugnisse. Für die musikalische Umrahmung sorgten die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler selbst, die Grußworte von Landrat Maximilian Heimerl und Bürgermeister Michael Hetzl sowie Fördervereinsvorsitzender Kathrin Prohaska wurden per Videobotschaft übermittelt.