Haag – Einiges zu besprechen gab es bei der Generalversammlung des Haager Arbeiterkrankenunterstützungsvereins (AKUV) in Brand. Nach dem Traditionsgruß „Glück auf!“ würdigte Vorsitzender Josef Hederer den Einsatz der Vorgänger: „Sie drücken die Solidarität über Generationen aus.“ Der AKUV besteht seit 1897. Als wichtig stufte Hederer ein, dass die Regierung den Verein als Versicherungsaufsicht anerkannt hat. Der AKUV sei nicht als Versicherungsverein gewertet worden, da Sammlung und Auszahlung des Sterbegeldes für die Hinterbliebenen freiwillig und zu jedem Fall extra erfolgte.
Anerkennung als
Versicherungsaufsicht
Für das Vereinsleben habe man dieses Jahr aufgrund der Krisenverordnungen Einiges streichen müssen, darunter den Ausflug und die Stammtische. Der letztjährige Ausflug stieß, laut dem Vorsitzenden, auf hohe Resonanz.
Zum Abschluss verkündete Hederer, dass der Verein Neuzugänge verzeichnet: „Ich freue mich, wenn Nachwuchs kommt, um den Solidaritätsgedanken für die Zukunft aufrechtzuerhalten.“ Der Verein zählt aktuell 653 Mitglieder. Die Wahlen bestätigten Josef Hederer als Vorsitzenden an der Spitze und brachten einstimmige Ergebnisse. Neu ins Amt der Stellvertreterin kam Theresia Schmid. Auch Sarah De Crescenzo ist neu als Kassiererin. Bestätigt wurde Schriftführer Ludwig Meindl, Beisitzer sind Ernst Noller, Michael Holzner, Nicole Schmid und Christiane Fellner. Die neuen Kassenprüfer sind Peter Schmid und Georg Fellner. Für die Kasse bilanzierte Theresia Schmid ein Plus im Bestand. Problematisch wirke sich der Wegfall der Zinsen aus: „Damit haben wir früher die Kosten bestritten.“ Dieses Jahr fielen keine besonderen Ausgaben an, ergänzte Hederer. Die vorgeschlagene Erhöhung des Mitgliedbeitrags von 2,20 auf vier Euro könne man für kommendes Jahr einplanen. Zu bereden habe man dann auch den Ausflug, der 2021 nach Nürnberg führen soll.
Ein Problem für den AKUV, erläuterte Fähnrich Konrad Maier: „Die Fahnenbegleiter werden immer weniger.“ Sein Vorschlag lautete, es könne auch eine Dame den Verein als Fahnenbegleiterin repräsentieren. Vorsitzender Hederer befürwortete den Vorschlag. Eine Entscheidung hierzu wird noch erwartet.
Abschließend würdigte der Vorsitzende die langjährigen Mitglieder. Für 60 Jahre erhielten Urkunde und Abzeichen Josef Neumann, Gottfried Oberkandler, Anton Ramsl und Josef Huber. Für 50 Jahre Hubert Dörfler, Rudolf Thaler, Hermann Randl, Andreas Bacher und Helmut Czap und für 40 Jahre Martin Fleidl, Johann Hundschell, Clement Manzinger, Herbert Rutter, Richard Mielke, Konrad Huber, Bernhard Gruber, Jakob Obermaier, Georg Eisenberger und Manfred Trautbeck.