Historische Ortsmitte stärken

von Redaktion

Planer stellt bei Rundgang durch Ampfing Sanierungsmaßnahmen vor

Ampfing – Die Gemeinde Ampfing will ein Sanierungskonzept für den Ortskern auf den Weg bringen. Um zu zeigen, wie weit die Pläne und Überlegungen im Zuge des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) sind, stellte Dr. Andreas Raab, Regional- und Stadtplaner, die Maßnahmen vor.

In mehreren Ortswerkstätten haben sich Bürger und Gemeinderäte seit 2018 den Schwachstellen angenommen. „Eine Ortskernentwicklung soll ein Gemeinschaftsprojekt sein und es sollen gemeinsame Lösungen gefunden werden“, sagte Raab. Leider brauche es oft Lösungen, mit denen manche nicht einverstanden seien.

Parkhaus am
Bahnhofareal

„Wir werden von den Rändern ausgehend die historische Ortsmitte stärken“, erklärte Raab. Gestartet ist bereits die Entwicklung des Bahnhofsareals mit dem Ausbau der Münchner Straße, der erst kürzlich abgeschlossen wurde. Geplant ist dort der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses sowie ein Parkhaus. Für den Marktplatzbereich ist die gezielte Umnutzung und Wiederbelebung von Leerständen als Ziel angegeben. Im gleichen Zug ist die Stärkung der Wohnfunktion, die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und fußläufigen Vernetzungsbezüge sowie Optimierung der sanierten Bereiche Markt- und Kirchenplatz hinsichtlich der Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit geplant.

Noch nicht geklärt ist die Zukunft des Rathauses: Sanierung oder Ersatzbau? Dazu könnte es eine Machbarkeitsstudie geben, lautete der Vorschlag. Weitere Maßnahmen sind die Sanierung des ehemaligen Zitzmerstadels, damit dieser künftig für verschiedene Kaltraumnutzungen zur Verfügung steht. Rund um das Gebäude sollen Freianlagen geschaffen werden. Auch eine Auslagerung der Bücherei und des Standesamtes in den Zitzmerstadl wäre durch Anbauten möglich. Der Kirchenplatz soll eine bessere Platzfassung erhalten. Großes Augenmerk werde auf die Barrierefreiheit am Markt- und Kirchenplatz gelegt. Auch die südliche Martin-Greif-Straße soll einbezogen werden. Sie soll in zwei Abschnitten saniert werden: Im ersten Teil zwischen dem Rathausplatz und dem Einmündungsbereich Kirchenweg, im zweiten Teil bis zur Zangberger Straße.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Umnutzung des Gebäudes „Marktplatz 15“: Hinsichtlich eines Mischnutzungskonzeptes könnte man hier eine Bücherei unterbringen und Wohnraum schaffen. Ergänzt werden soll auch ein Fußweg entlang der südwestlichen Schweppermannstraße. Zudem sollen die Gehwege an der Zangberger Straße, zwischen Mühldorfer Straße und der Martin-Greif-Straße, barrierefrei werden.

Geplant ist eine Machbarkeitsstudie für eine alternative Entlastungsstrecke zur A94 geplant. Aktuell führt die Umleitung über die Münchner Straße.

Das passiert natürlich nicht alles innerhalb kürzester Zeit: In einem Zeitraum von bis zu 15 Jahren ließe sich das ISEK-Programm umsetzen. „Durch die gute Zusammenarbeit von Bürgern, Planern und Verwaltung haben wir einiges auf den Weg gebracht. Dennoch sind wir offen für weitere Ideen und Vorschläge“, sagte Bürgermeister Josef Grundner (CSU). Positiv aufgenommen wurde, dass es vonseiten der Gemeinde Bestrebungen gibt, den „Friseur-Eberl-Kiosk“ im Sinne eines ortsbildprägenden Kleinods zu erhalten. Dies könne aber nicht zugesichert werden.

Mehr Grün für
den Kirchplatz?

Bei den anschließenden Fragen ging es um Stellplätze für Fahrräder. „An dem Thema werden wir arbeiten“, versprach Raab. Ebenfalls wollte man wissen, was genau am Kirchenplatz geplant ist. „Der Platz soll barrierefrei werden, man möchte mehr Grün an den Platz bringen und eventuell mehr Sitzgelegenheiten schaffen. Einfach etwas aufhübschen“, sagte Grundner.

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