Aufbruch mit Heimweh und Optimismus

von Redaktion

73 Garser Abiturienten in Waldkraiburg verabschiedet

Gars – 73 erfolgreiche Abiturientinnen und Abiturienten feierten mit ihren Eltern und Lehrkräften ihren Schulabschluss in diesem Jahr wegen der Corona-Beschränkungen wieder in der Dreifachturnhalle des Gymnasiums Waldkraiburg.

Der einleitende Gottesdienst stand unter dem von den Abiturienten gewählten Motto „Aufbruch“ und wurde von Pfarrerin Gerhild Peiser, Pfarrvikar Martin Siodmok und der Abiturientin Theresa Edhofer gestaltet. Stimmungsvoll musikalisch begleitet wurde die Feier von einigen Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Gottesdienstchor sowie nachher am Klavier von Kinga Philippzig, die den Jahrgang wegen ihres Musikstudiums verlassen hatte.

Zur Verabschiedung selbst begrüßten Andrea Dreßel für die Schulleitung und Hannah Schönfelder als Schülersprecherin die Anwesenden und gratulierten auf charmante und heitere Weise.

An den besonderen Herausforderungen gewachsen

Schulleiter Gunter Fuchs schloss sich in seiner Ansprache diesen Glückwünschen an und betonte, dass die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten ihr gutes Abschneiden bei der Abschlussprüfung keineswegs einem leichteren „Corona-Abitur“ zu verdanken hätten, sondern dass sie die besonderen Herausforderungen angenommen hätten und im Sinne von Eigenverantwortung und Selbstständigkeit an diesen gewachsen seien. Das habe sich nicht nur positiv auf das Prüfungsergebnis ausgewirkt, vielmehr könne man auf diese zusätzlich erworbenen Kompetenzen dann auch beim Start ins Studium oder ins Berufsleben weiterhin zurückgreifen, so viel sei sicher.

Weniger sicher sei es aber, wie es nun, nach fast zwei Jahren globaler Corona-Pandemie weitergehen werde. Fuchs skizzierte zunächst ein pessimistisches Szenario, um dem dann ein optimistisches entgegenzusetzen und exemplarisch zu unterstreichen, auf welchen Gebieten gerade die von Corona geprägte Abiturientia auf vielfältige Weise mit dem entsprechenden Mut auch zu unbequemen politischen und persönlichen Entscheidungen dazu beitragen könnte, die Welt neu zu gestalten. „Das einschneidende Erlebnis der Corona-Krise würde dann nicht als Zeitenwende zum Negativen gesehen, sondern als massiver Denkanstoß, als Chance zu einem Neuaufbruch begriffen“, so Fuchs.

Anschließend erinnerte Markus Saller als Stellvertreter des Landrats daran, dass auch seine eigene Schulzeit in den 80er-Jahren von Pessimismus geprägt war: Es herrschte Kalter Krieg mit massiver gegenseitiger atomarer Bedrohung. Damals habe es aber dann 1989 eine unerwartete Wendung zum Besseren gegeben, eine ähnliche Entwicklung sei auch heute möglich. Saller riet den Abiturienten, sich nicht von Angst lähmen zu lassen, sondern mit Optimismus ihren Weg zu gehen.

Für den Förderverein des Gymnasiums Gars verglich Stefan Otter in seinem Grußwort die Schulzeit mit einer „Heldenreise“, wie sie für viele Filme charakteristisch sei. Er forderte seine Zuhörer auf, stets offen für neue Ideen zu bleiben.

Linda und Paula Holbl sprachen humorvoll für die Schüler

Die Abiturienten selbst hatten die Zwillinge Linda und Paula Holbl als ihre Sprecherinnen ausgewählt. Sie erklärten gleich vorweg, nicht über Corona sprechen zu wollen, sondern nur über Positives.

In ihrer humorvollen Ansprache erinnerten sie zunächst daran, welche Schwierigkeiten es zu meistern galt, bevor sie nun voll Stolz ihr bestandenes Abitur feiern können, das ihnen die Grundschullehrerin nicht zugetraut hatte. Launig wurden Episoden aus dem Unterricht in Erinnerung gerufen. Abschließend kündigten sie an, dass sie bei drängenden Fragen nach ihrer Zukunft ganz gelassen um Bedenkzeit bitten würden.

Endlich kam nun der große Augenblick und die Abiturzeugnisse konnten überreicht werden, wobei auch die vielfältigen Aktivitäten für die Schulgemeinschaft herausgestellt wurden.

Die Abiturienten ihrerseits bedankten sich abschließend mit Präsenten bei Frau Monika Dörfler aus dem Sekretariat, Oberstufenkoordinator Hans Obermaier und bei Schulleiter Gunter Fuchs für die tolle Unterstützung.re

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