Aschau – Das Aschauer Sommerfest zweimal abgesagt, zahlreiche Veranstaltungen der Vereine fanden seit Beginn der Corona-Pandemie nicht statt. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit einer Veranstaltungsreihe bis zum Ende der Sommerferien bringen Gemeinde und Vereine das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Aschau nach den Corona-Einschränkungen wieder in Schwung.
„Es ist so vieles ausgefallen, das gesellschaftliche Leben ist quasi brachgelegen“, sagt Bürgermeister Christian Weyrich. Erst im Juni hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, einen Kultursommer in Zusammenarbeit mit den Vereinen finanziell mit 20000 Euro zu unterstützen.
Finales Konzept erst
kurzfristig möglich
„Wir hatten ab Mai schon geplant, Veranstaltungen zu organisieren. Je nachdem was Corona zulässt. Mit dem Aschauer Sommer ist es unser Ziel, ein Programm über den Sommer zu spannen“, sagt Weyrich. Was schließlich wie und in welcher Form möglich ist, das finale Konzept dazu war erst relativ kurzfristig möglich. „Die Regeln haben sich ständig geändert.“
Der Sommer in Aschau soll lebendig werden, die Vereine kümmern sich um die Verpflegung und können nach den vielen Absagen während der Corona-Krise wieder ihre Vereinskassen füllen. Mit Zweitem Bürgermeister Christian Mayerhofer und Gabi Reiter hat sich Weyrich gerade zu Beginn der Planungen ausgetauscht, später wurden die Vereine stärker in die Organisation eingebunden.
Den Anfang macht der Musikverein Aschau am Freitag. Am Wochenende, das traditionell dem Aschauer Sommerfest gehört, organisiert heuer der Musikverein ein Konzertwochenende. „Es ist auf drei Tage verkürzt und das Kulturelle steht mehr im Vordergrund“, sagt Wolfgang Duschek, Vorsitzender vom Musikverein.
Am Freitag spielen die Musikatzen, am Samstag die Aschauer Blaskapelle und am Sonntag die Jugendkapelle, die Aschauer Blaskapelle und Oidboarische. Für die Musiker ist es seit Langem wieder der erste Auftritt. „Proben der Musikkapelle waren ja bis Ende Mai nicht möglich“, sagt Duschek. Tickets für die Musikatzen und eine Reservierung für die restlichen Veranstaltungen ist unter Telefon 08638/885209 oder www.kultur.aschauauminn. de möglich. 300 Besucher sind für das Sommerfest zulässig, wer keine Karten mehr bekommt oder lieber „dahoam“ feiert, für den gibt es auf Vorbestellung die Sommerfestschmankerl auch „to go“. An die 618 Senioren verteilt die Gemeinde Essensgutscheine.
Vom Zeltbetrieb
abgeraten
Egal ob Regen oder Sonne – das Aschauer Sommerfest wird „auf jeden Fall durchgezogen“. Die Musik spielt im Bierstadl bei der Brauerei Ametsbichler, Tische sind sowohl im Innenbereich als auch unter dem Vordach aufgebaut, die Tore sind dazu weit geöffnet. „Wir profitieren dabei von den Erfahrungen vom Stadlbrass und werden das Beste daraus machen“, sagt Duschek. Anfangs hätte man geplant, ein Zelt aufzustellen. Doch davon hat das Landratsamt abgeraten.
Weitere kleinere und größere Veranstaltungen (siehe Kasten) schließen sich dem Auftaktwochenende an. Ob sich die Veranstaltungsreihe – in abgespeckter Version – im gemeindlichen Kalender etablieren kann, dazu ist es noch zu früh. „In erster Linie soll das Aschauer Sommerfest wieder zu dem werden, was es war“, sagt Weyrich.