Mühldorf/Waldkraiburg – In wenigen Wochen findet die Bundestagswahl statt. Wählen darf jeder Staatsbürger ab Vollendung des 18. Lebensjahrs – doch auch Kinder und Jugendliche haben Wünsche, Sorgen und Ängste, die in der Politik nicht untergehen sollten. Deshalb erhalten heuer im Landkreis Mühldorf junge Menschen unter 18 die Chance, ihre Stimme abzugeben. Betreut wird das Projekt vom Kreisjugendring (KJR) Waldkraiburg unter der Leitung der 24-jährigen Sophia Aigner.
Bislang gab es die U18-Wahlen nur innerhalb des KJR, doch das soll sich nun ändern: „In Kooperation mit dem Landkreis Mühldorf können erstmalig alle Kinder und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren im gesamten Landkreis teilnehmen“, erklärt Aigner. Zwischen dem 14. und dem 17. September geben sie ihre Wahlunterlagen ab. Daraus ergebe sich „ein flächendeckendes Stimmungsbild von allen Jugendlichen im Landkreis“. Ziel sei unter anderem, Kinder und Jugendliche an die politische Bildung heranzuführen. Das Herzstück der U18-Wahl sei die selbstbestimmte Meinungsbildung und die Auseinandersetzung mit dem politischen System.
Auf ihren Stimmzetteln können die jungen Wähler ihre Stimme für eine Partei abgeben und sie dann in den Wahlurnen in den Schulen und Rathäusern einwerfen. Zur U18-Wahl sind etwa 6600 Kinder und Jugendliche berechtigt.
„Es wird immer wieder Infostände und Aktionen geben, wo sich die Kids zum Thema ‚Politik’ informieren können“, erklärt Aigner. Das soll die Entscheidung einfacher machen, welche Partei für sie infrage kommt.
Das Ergebnis wird am 19. September auf der Website des KJR und des Landratsamtes bekannt gegeben. kme