Vier Landwirte als Staatspreisträger

von Redaktion

Meisterbriefe nachträglich bei Feierstunde überreicht

Mettenheim – Wie viele Veranstaltungen hat die Corona-Pandemie auch die Überreichung der Meisterbriefe an 19 Landwirtschaftsmeister verhindert. Weil viele der frischgebackenen Ausbilder ihre Urkunde nicht einfach abholen wollten, nutzte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Töging die Chance, nach den derzeit gültigen Lockerungen die Dokumente im Rahmen einer etwas abgespeckten Veranstaltung zu übergeben.

Behördenleiter Josef Kobler sowie Ruth Wittmann von der Schulverwaltung wünschten der „engagierten Truppe“ frischgebackener Landwirtschaftsmeister aus den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Landshut, dass sie ihr Engagement für die Landwirtschaft beibehalte. Außerdem dass sie die Diskussion über sie nicht anderen überlasse, sondern sich einmische. Diesen Wunsch bekräftigte auch Ulrich Niederschweiberer, der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands für den Landkreis Mühldorf. Und Mathias Maier vom Arbeitskreis Altötting/Mühldorf des Verbands landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern (vlm) sagte den jungen Fachkräften, sie hätten einen der schönsten Berufe mit vielen Herausforderungen und leider auch vielen Hürden gewählt.

Nachdem Klassensprecher Stefan Unterblümhuber aus Oberneukirchen die Ausbildung und die Prüfungen hatte Revue passieren lassen, schloss er mit dem Stoßseufzer, es sei einfach schön, wieder einmal beisammen sitzen zu können und die Meisterbriefe persönlich im Empfang zu nehmen. „Sie per Post zu schicken, wäre eines Meisterbriefs nicht würdig gewesen“, sagte dazu Kobler, bevor er die Dokumente übergab und die vier Besten auszeichnete.

Johannes Wimmer aus Tüßling im Landkreis Altötting lag mit der Note 1,65 nicht nur in seiner Klasse deutlich vorn, sondern auch innerhalb Oberbayerns, wie der Behördenleiter hervorhob. Der Zweitbeste war mit einer Gesamtnote von 1,93 Michael Neudecker aus Wurmsham aus dem Landkreis Landshut, gefolgt von Andreas Brey aus Bodenkirchen, ebenfalls Landkreis Landshut, mit der Note 1,97. Schülersprecher Stefan Unterblümhuber aus Oberneukirchen im Landkreis Mühldorf war mit dem Notenschnitt 2,03 der Viertbeste. Die vier erhielten zusätzlich zu ihrem Meisterbrief auch den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung 2020.

Musikalisch umrahmt von den vier Burschen aus Engelsberg, die als „D´ Eiglwoidler“ aufspielten, tauschten sich die Junglandwirte noch bis in die Nacht aus.

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