Für eine saubere Stadt

von Redaktion

Victoria Jurela leitet neue „Plogging“-Gruppe

Waldkraiburg – Victoria Jurela geht mit gutem Beispiel voran. Die 35-jährige Fitnesstrainerin sammelt mit ihren zwei Kindern immer wieder beim Spazierengehen Müll ein, den andere achtlos weggeworfen haben. Sie wünscht sich, dass Kinder in einer sauberen Umwelt groß werden können. Deshalb übernimmt sie nun auch Verantwortung als Leiterin der neuen Plogging-Gruppe in Waldkraiburg. Plogger, das sind Leute, die beim Joggen oder Wandern Müll aufsammeln.

Mühldorf hat
schon Erfahrung

Bürgermeister Robert Pötzsch und Umweltreferent Wolfgang Hintereder hatten zu einer Versammlung ins Haus der Kultur eingeladen, mit dem Ziel, eine ehrenamtliche Gruppe aufzubauen, die sich aktiv für ein sauberes Stadtgebiet einsetzt. Allein mit der städtischen Rama-Dama-Aktion, die immer im Frühjahr stattfindet, ist es nicht getan. Eine Plogging-Gruppe so wie in Ampfing oder Mühldorf soll es richten.

In der Kreisstadt besteht diese Gruppe auf Initiative des Ehepaars Roland und Stefanie Scherer schon seit Januar 2020. Sie sammeln beim Spazierengehen, Joggen oder Wandern nicht nur den Unrat anderer ein, sondern betreiben auch Aufklärungsarbeit. Seit Juli gibt es in Mühldorf ein Schulprojekt, bei dem bereits je eine Klasse des Gymnasiums, der Mittelschule und der Grundschule als Plogger aktiv waren. Vorträge zum Thema „Müll und Nachhaltigkeit“ werden in den Schulunterricht miteingebaut. Wichtig ist auch der Austausch mit den Behörden.

In Waldkraiburg hatte Victoria Jurela zunächst versucht, über die VHS eine solche Gruppe zu bilden. Andrea Hansmeier, die in Ampfing ebenfalls Plogger zusammentrommelte, hatte sie auf diese Idee gebracht.

Weil aus der VHS-Gruppe nichts wurde, macht die Fitnesstrainerin nun als Leiterin bei der Plogging-Gruppe mit, die sich im Haus der Kultur formierte. Die Vision der 35-Jährigen: Sie will in möglichst allen Altersgruppen Bewusstsein für das Problem schaffen, Anlagen und Plätze in und um Waldkraiburg sauber halten und mit anderen Plogging-Gruppen zusammenarbeiten. Wichtig ist ihr die Kooperation mit Schulen und Vereinen.

Bürgermeister Pötzsch und Umweltreferent Hintereder begrüßen diese Pläne und hoffen, dass sich viele Bürger ehrenamtlich engagieren. Sie machten aber gleichzeitig deutlich, dass es sich bei der Plogging-Gruppe um keine städtische Einrichtung handelt. Obwohl die Gruppe erst jetzt startet, war Jurela bereits aktiv. „Wir haben den Spielplatz und den Bereich der Container im Föhrenwinkel gesäubert.“ Die Firma Köhler + Sohn habe sich als erstes Unternehmen bereit erklärt, die Gruppe mit Greifern und Spenden zu unterstützen. „Der dm-Markt würde Taschenaschenbecher für uns bestellen“, so die Gruppenleiterin.

Erste Aktionen
noch im Sommer

Sie baut auf die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer, Firmen, Behörden oder andere Einrichtungen und Privatpersonen. Alle drei Plogging-Gruppen teilen die Hoffnung, dass viele weitere Städte und Dörfer im Landkreis ihrem Beispiel folgen. Noch im August will Jurela die erste Aktion in Waldkraiburg starten. Am 18. September wollen sie dann beim „world cleanup day“ dabei sein.

Wer will mehr wissen?

Wer mehr über die Plogging-Gruppe wissen und sich selbst engagieren möchte, kann mit Victoria Jurela und ihren Mitstreitern Kontakt aufnehmen:

E-Mail: plogging.waldkraiburg@gmail.com

Facebook-Seite: Plogging in Waldkraiburg und Umgebung

Instagram: @plogging_waldkraiburg

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