Mühldorf – Der Kreisausschuss des Landkreises Mühldorf und der Kreistag haben den vorliegenden Entwurf für den Neubau des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ) mit Einfachsporthalle am Standort Aschau/Waldwinkel mit einer Gesamtsumme von rund 41 Millionen Euro ohne Gegenstimme beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Neubau europaweit auszuschreiben.
380 Kinder
erhalten neue Schule
Am Standort in Waldwinkel werden dann in 25 Klassen rund 380 Schüler unterrichtet und betreut. An diesem Standort ist auch eine Mittagsbetreuung möglich, Die Mensa und die Schwimmhalle werden nach der bestehenden Vereinbarung von beiden Einrichtungen benutzt.
Mit der Gesamtmaßnahme auf dem Gelände des Berufsbildungs- und Jugendwerks der Salesianer Don Boscos werden die auf die Standorte Waldkraiburg, Starkheim und Aschau verteilten Einrichtungen unter einem Dach zusammengefasst. Die Außenstellen Lohkirchen und Haag sollen beibehalten werden.
Nach Abschluss der Planungsvereinbarung zwischen dem Berufsbildungswerk Waldwinkel und dem Landkreis Mühldorf wurden im Vorfeld zum eigentlichen Planungsauftrag neben einer umfangreichen Geländevermessung ein Fragenkatalog der Schulleitung und des Lehrerkollegiums abgehandelt und Hospitationen am Standort in Waldkraiburg mit Abstimmungsgesprächen durchgeführt,
„Zu dieser Beschlussvorlage liegt die Vorplanung zum Neubau des SFZ am Standort Aschau/Waldwinkel auf Basis des bedarfsgerechten Raumprogramms, erstellt durch das beauftragte Architekturbüro Dietz aus Bamberg vor. Die Planung wurde mit der Schulleitung des Sonderpädagogischen Förderzentrums und mit den Verantwortlichen des BBV Waldwinkel abgestimmt.
Die Ergebnisse dienen nun als Basis für ein europaweit durchzuführendes Vergabe-Verfahren der weiteren Planungsleistungen“, erläuterte Landrat Max Heimerl. Dies bestätigte auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen SFZ-Schulleiter Burkhard Hirsch: „Wir sind über diese Entwicklung sehr froh und waren immer in die Entscheidungen eingebunden. Auch mit den Kollegen in Aschau haben wir sehr konstruktive Gespräche geführt. Wir sind froh, dass sich diese Lösung durchsetzen konnte.“ Heimerl betonte, dass die Finanzplanung bei den kommenden Haushalten angepasst werden müsse. Ziel sei es, eine gleichbleibende Kreisumlage zu erreichen und den Schuldenstand des Landkreises nicht zu erhöhen.
Henke begrüßt
vorgelegte Planung
Grünen-Kreisrätin Kathrin Henke begrüßte die vorgelegt Planung ausdrücklich. „Wir setzen um, was wir Grünen schon lange gefordert haben. Insgesamt ist es für die Förderschüler, die keine große Lobby haben, eine wichtige und richtige Entscheidung“, sagte Henke.
CSU-Kreisrat Siegfried Höpfinger stimmte zu: „Es ist richtig, dass wir dieses Geld in die Hand nehmen.“
„Wir machen mit dieser Entscheidung den Weg für unsere Förderschüler frei“, erklärte Günther Knoblauch, SPD-Fraktionsvorsitzender.
ÖDP-Kreisrat Reinhard Retzer forderte den Neubau des Förderzentrums in Holzbauweise zu errichten.