Oberneukirchen – Das Interesse am Geschehen in der Gemeinde ist groß. Denn viele Bürger waren zur Bürgerversammlung zum Holzmannwirt gekommen, um die wichtigsten Informationen aus Oberneukirchen zu hören.
Bürgermeisterin Anna Meier brachte einen kurzen Rückblick auf das Geschehen in der Gemeinde, allem voran die große Aktion „Wasserversorgung“. Hierbei hatte die Bürgermeisterin ein Zuckerl für alle Bürger, die sich bereit erklärten, mit zu machen. „Es können wahrscheinlich für jeden Hausanschluss 7000 Euro Anschlusskosten zurückgezahlt werden. Zwar nicht mehr bis Weihnachten, aber bestimmt im nächsten Jahr“, sagte Meier.
Kläranlage braucht
Renovierung
Tief in den Gemeindesäckel gegriffen werden musste beim Kauf des neuen Feuerwehreinsatzfahrzeuges. Die Schule wurde gemäß des neuen Medienkonzepts ausgestattet und auch die Raumlüftungsgeräte wurden vor Schulbeginn installiert. Im nächsten Schuljahr wird es in Oberneukirchen wieder zwei 1. Klassen geben, das dritte Klassenzimmer soll dafür wieder auf Vordermann gebracht werden.
Die gemeindeeigenen Ausgleichsflächen werden mit Wasserbüffel und Ziegen beweidet. Meier sprach auch das von der Gemeinde erworbene alte Schweiklhaus an, das heuer abgerissen wurde. Die letzte aktuelle Baumaßnahme war die Pflasterung des Gehweges beim Bäcker. Als geplantes Vorhaben sprach Meier die Kläranlage an, die renoviert werden muss. Hierzu müssen noch die Förderungsmöglichkeiten abgewartet werden.
Der Breitbandausbau wird nach rund sieben Jahren mit der dritten Ausschreibung abgeschlossen werden können. Zu den Aktivitäten in der Gemeinde gehörte auch wieder das Ferienprogramm, sieben Veranstaltungen wurden angeboten und in Anspruch genommen. Statistikmäßig erwähnte Meier, dass in der Gemeinde am 30. Juni 2021 862 Einwohner gemeldet waren, fünf Geburten, sechs Eheschließungen und neun Sterbefälle wurden beurkundet.
Zu den Zahlen der Gemeinde sprach Meier von einem Gesamthaushalt zum 31. Dezember 2020 von 2342600 Euro. Zu den größten Ausgaben gehörten die Kosten für den Kindergarten (ohne Personalkosten) mit 150684 Euro, Personalkosten einschließlich Personennebenausgaben mit 114110 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 138464 Euro und die Kreisumlage mit 511000 Euro. Den Ausgaben stehen mit der Grundsteuer 89773 Euro, Gewerbesteuer 411696 Euro, Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer 450644 Euro, Schlüsselzuweisungen 91908 Euro und Straßenunterhaltungszuschuss mit 77400 Euro als Einnahmen gegenüber. Der Rücklagenstand beträgt zum Jahresende 2020 1710138 Euro.
Dorfgemeinschaft
erhalten
Anschließend stellte Stefanie Seeholzer die Arbeiten bezüglich des Ortsentwicklungskonzeptes vor. Durchgeführt wird dieses Konzept vom Amt für ländliche Entwicklung. „Es war bis jetzt nicht wenig Arbeit, aber es hat sich gelohnt“, sagte die Bürgermeisterin bei der Ankündigung der Referentin. Seeholzer ging in ihrem Vortrag größtenteils auf die Bürgerbefragung und deren Auswertung ein.
Ziel solle sein, die Dorfgemeinschaft zu erhalten und zu stärken. Leerstehende Gebäude in Wohnungen auszubauen und dadurch zu nützen, besonders Singlewohnungen seien Mangelware. Informationen über diesbezügliche Förderungen gibt es über www.foerderdatenbank.de.