Wang/Unterreit – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Wang beging den Volkstrauertag bereits am vergangenen Sonntag und hielt die Jahresversammlung ab. Im Rahmen des Gedenkens am Kriegerdenkmal bekam auch das vor 100 Jahren geweihte und jetzt restaurierte Ehrenmal den Segen durch Pfarrer Alois Stautner.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens dieses Denkmals gedachte KSK-Vorstand Alex Richter der Gefallenen. „Mir wurde jetzt wieder bewusst, wie viele Männer aus unserem kleinen Dorf nicht mehr heimkommen konnten“, so Richter. Auch Bürgermeister Christian Seidl erinnerte in seinen Worten an die vielen Soldaten, die ihr Leben an der Front ließen, aber auch an alle Frauen, die zu Hause das Leben meistern mussten, und an alle Kinder, deren Väter nicht mehr heimkamen, die das zweite Elternteil ersetzen mussten. Seidl stellte dabei – mit Blick auf die Gefallenen – die Frage: „Wie viele Helden braucht ein Land und unsere Gemeinde, besonders auch jetzt in dieser Zeit?“
Anschließend trafen sich die KSK-Mitglieder zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus in Unterreit. Hier wurde beim Totengedenken besonders des letzten Veteranen des Vereins, Max Binsteiner, gedacht. Drei Neumitglieder begrüßte der Vorstand, derzeit gehören 125 Mitglieder der KSK an. Ein besonderer Dank Richters galt Andreas Linke, der maßgeblich zur Restaurierung des Denkmals beigetragen habe, und der Gemeinde für die finanzielle Unterstützung.
Bürgermeister Seidl dankte dem Verein für die Mitarbeit in der Gemeinde und gab bekannt, dass der jährliche Unkostenbeitrag für den Dorfsaal während der Corona-Zeit ausgesetzt wird.
Weiters dankte Seidl dem ehrenamtlichen „Archivar“ der Gemeinde, Hardl Mittermaier, für das Durchstöbern alter Unterlagen und der anschließenden Archivierung. Seidl führte auch die turnusmäßigen Neuwahlen durch, es gab keine Veränderungen. Vorsitzender bleibt Alex Richter, Zweiter Vorsitzender Gerhard Franzler. Die Kasse verwaltet weiterhin Georg Linner, geprüft wird sie von Jakob Söll und Anton Leitner. Schriftführer bleibt Georg Wimmer, Beisitzer sind auch weiterhin Hans Suittenpointner, Konrad Hois und Josef Scheitzeneder. Abschließend wurde noch der bereits geplante, aber wegen Corona nicht durchgeführte Vereinsausflug ins Gespräch gebracht. Der Ausflug ist zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Ziel wird ein viertägiger Ausflug an die Mosel sein. Einen kurzen Einblick in seine Unterlagen gab Hardl Mittermaier noch. Natürlich sind in seiner Auflistung die wichtigsten Daten der KSK seit der Gründung nachzulesen. fill