Nachruf

von Redaktion

Waldkraiburg –Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb Raimund Burger im Alter von nur 60 Jahren am Silvestertag. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Als begeisterter Musiker und Dirigent war Burger nicht nur in Waldkraiburg bekannt. Der Sohn einer musikalischen Familie sollte auf Wunsch des Vaters eigentlich Akkordeon spielen. Burger griff stattdessen zur Trompete. Sein späteres Lieblingsinstrument Posaune brachte ihn schließlich zum Studium am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Schon damals gab er Unterricht, um nebenher Geld zu verdienen, und fand große Freude daran. Nach seinem Abschluss 1986 trat er eine Stelle als Lehrer an der Sing- und Musikschule Waldkraiburg an und unterrichtete Blechblasinstrumente – Posaune, Trompete, Tuba, Tenor- und Althorn – sowie Keyboard.

Anfang 2013 übernahm er die Leitung der Sing- und Musikschule und musste den größeren Teil seiner Arbeitszeit Leitungs- und Verwaltungsaufgaben widmen.

Bei allen organisatorischen Aufgaben fiel aber das eigene Musizieren nicht weg. Der Vater von drei Kindern spielte gerne gemeinsam mit seinen beiden Töchtern. Seit 1992 und bis zuletzt hat er das von ihm aufgebaute Jugendblasorchester mit großem Engagement geleitet und hat im Jahr 2000 den Musikverein Waldkraiburg mitgegründet, wo er auch im Erwachsenenblasorchester spielte.

Mit großer Freude hatte Raimund Burger schon seinen Vorruhestand geplant, um endlich mehr Zeit für seine Familie und sein Hobby Wandern zu haben. Diese Pläne hat nun sein viel zu früher Tod vereitelt.

„Wir trauern um unseren Freund und geschätzten Musiker und Dirigenten“, so die Vorsitzende des Musikvereins Waldkraiburg, Bianca Filipp, die als Jugendliche selbst Burgers Schülerin war. „Er war ein herzensguter Mensch und hatte ein besonderes Gespür für den Umgang mit unseren Jugendlichen.“ cl/Foto Huc

Artikel 3 von 11