Haag – Mit stattlichen Leistungen verabschiedete die Haager Realschule 102 Absolventen in das Berufsleben, darunter 36 Einserschüler. Im Förderpreis der Haager Firmen erhielten die Besten ihrer Fächer einen Preis von 500 Euro. Spezieller Gast der Verabschiedung war Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder.
„Spannende
Lebensbaustelle“
Von einer „Lebensbaustelle Realschule“ sprach Rektor Hermann Huber. Den Absolventen sei der digitale Unterricht zur Normalität geworden. Sie hätten aber auch gemerkt, dass Digitalisierung ohne menschliche Begegnung nur den halben Fortschritt bedeute. „Corona“ habe den Abgängern schmerzliche Verluste beigebracht durch den Wegfall einiger gewohnter Veranstaltungen. Trotzdem hätten sie eine „ganz spannende Zeit“ durchlebt und gingen nun zum nächsten Bauabschnitt über. Sie seien durch den achtungsvollen Bildungsrang ein wichtiger Teil der Gesellschaft geworden.
Kürzeder gestand: „Eine meiner besten Zeiten habe ich als Schulleiter der Realschule Haag verbracht.“ Die Schüler häuften jeweils eine „ganze Menge an Theorie“ an. Zur Bildung zähle, zumindest in Bayern, aber immer noch Bildung von Herz und Charakter, Ehrfurcht vor Gott und der Schöpfung. Für die schwierige Zeit, die den Absolventen bevorstehe, sei humanistische Bildung wichtig. Die Haager Realschule vermittle sie nach wie vor vorbildlich.
Würdevoll gestalteten die musikalischen Einlagen die Feier in der Turnhalle, darunter das Schulorchester mit „Pomp and Circumstance“, ein Harfensolo und die Amboss-Polka der Realschulplattler. Zu einem „Stück Papier“, das aber sehr wertvoll sei, gratulierte stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag im Namen des Landkreises. Die Absolventen seien mit Wissen, aber auch mit sozialen Fähigkeiten ausgestattet und somit fähig, „gewappnet“ in ihre weitere Zukunft zu gehen.
An die Herausforderungen der letzten zwei Jahre erinnerte Elternbeiratsvorsitzende Stephanie Brandmaier und forderte auf: „Geht mutig euren Weg!“ An neuen Orten haben die Schüler nach Schülersprecherin Veronika Bohner ihre persönliche Reife vom hilflosen Kleinkind bis zum selbstbewussten Teenie erworben und dabei „ein Stück Erwachsenenleben gelernt.“ Ihr Dank gelte den Familien und den Lehrern.
Zum Abschluss
Empfang im Park
Die Schüler mit Durchschnitten unter 1,5 bekamen von der stellvertretenden Landrätin Ilse Preisinger-Sontag einen Preis. Den Haager Förderpreis, den einst Brauereichef Alois Unertl ins Leben gerufen hat, nahmen vier Absolventen für die Fächer Mathematik, Werken, Betriebswirtschaftslehre und Fremdsprachen in Höhe von 500 Euro entgegen. Für die Brauerei Unertl überreichte ihn Juniorchef Lois Unertl an Jonas Mittermaier, für die Kraftwerke Dr. Ulrich Schwarz an Dominik Gmyrek, für die Molkerei Hermann Jäger an Leonhard Simmerl und für die Raiffeisenbank Thomas Cestaro an Thomas Seidl. Den offiziellen Teil dieses Freudentages beendete der Sektempfang im einstigen Park der Englischen Fräulein.