Jubilar macht sich Hausbau zum Lebensinhalt

von Redaktion

Georg Weber feiert seinen 85. Geburtstag bei angeschlagener Gesundheit

Stefanskirchen – Seinen 85. Geburtstag feierte Georg Weber mit Familie, Nachbarn und Freunden. Mit den vielen Gratulanten überbrachte auch Ampfings Bürgermeister Josef Grundner die Glückwünsche der Gemeinde.

Georg wurde am 27. Juli 1937 in Empling, Gemeinde Rattenkirchen, geboren. Dort ist er mit seinen acht Geschwistern aufgewachsen. Vor fünf Jahren musste er seine letzte Schwester ans Grab begleiten.

Zur Schule ging der Jubilar in Heldenstein. Dieser Weg war oft mit Schwierigkeiten verbunden. Denn während des Winters war nicht geräumt und während des Krieges mussten sich die Kinder oft in den Büschen vor den herannahenden Tieffliegern verstecken. „Das brachte oft mit sich, dass wir nicht mehr in die Schule kamen, da die Flieger oft den ganzen Tag unterwegs waren und wir uns versteckt halten mussten“, erinnert sich Georg.

Gelernt hat er das Handwerk des Landmaschinenmechanikers bei der Firma Staber in Weidenbach, der er über 47 Jahre bis zum Eintritt ins Rentenalter treu blieb. 1964 trat er mit seiner Rita an den Traualtar. Aus der harmonischen Beziehung gingen die Kinder Rita und Georg hervor. Mittlerweile hat sich die Familie um drei Enkelkinder und vier Urenkel erweitert.

Nach der Heirat begannen die Eheleute 1965 mit dem Hausbau in Zaismeier. Der Bau wurde zum Lebensinhalt von Georg. Ständig gab und gibt es etwas zu tun rund ums Haus, da blieb wenig Zeit für die Familie und für Hobbys.

Urlaube kannte die Familie fast nicht. Nur in den Ferien fuhr sie für eine Woche nach Garmisch zu Georgs Schwiegereltern. Eine der wenigen Fahrten ins Ausland gab es zur Silberhochzeit von den Kindern geschenkt. „Da ging es an den Lago Maggiore, was ein tolles Erlebnis war“.

Georg ist ein passives Mitglied bei den Stefanskirchner Vereinen und hat sich auch im Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung engagiert. Derzeit ist der Jubilar gesundheitlich angeschlagen und fährt in losen Abständen zur Behandlung nach München ins Klinikum Rechts der Isar. Solange es die Gesundheit erlaubte, fuhr er gerne mit dem Rad, aber jetzt beschränken sich seine Ausflüge auf Spaziergänge rund ums Haus.stn

Artikel 1 von 11