Abschied von Manfred Poschenrieder

von Redaktion

Erfolgreicher Rennfahrer stirbt im Alter von 85 Jahren – Besondere Verbindung zu Mühldorf

Mühldorf – Manfred Poschenrieder ist am 11. September im Beisein seiner Familienmitglieder im Alter von 85 Jahren verstorben. Um ihn trauern seine Ehefrau Gerda, seine Söhne Marcus und Manfred junior mit ihren Familien.

Manfred Poschenrieder wurde am 31. März 1938 in Kempten geboren und sollte eine einzigartige sportliche Karriere durchleben. Im Alter von zwölf Jahren begann seine Leidenschaft für die Reparatur von Motoren in der elterlichen Zylinderschleiferei. Den Betrieb übernahm er schließlich in den 1970er-Jahren von seinem Vater Ludwig Poschenrieder und leitete das Familienunternehmen fast 50 Jahre lang bis 2012.

Der Motorsportler Manfred Poschenrieder erlangte den ersten großen Erfolg in seiner Karriere als 17-Jähriger, 1955 mit dem Sieg beim Jochpass-Bergrennen in Hindelang/Oberjoch. In den 1960er-Jahren und Anfang der 1970er war Poschenrieder Deutschlands erfolgreichster Bahn-Rennfahrer. Er gewann drei Sandbahn-Europameistertitel in Folge, zwei davon auf seiner Lieblingsrennbahn in Mühldorf. Anfang der 1970er-Jahre wurde die Europameisterschaft in Weltmeisterschaft umbenannt, und er erreichte zwei Vizeweltmeisterschaften und einen dritten Platz. Nach der Beendigung seiner aktiven Karriere im Jahr 1976 übernahm er die Betreuung der deutschen Speedway-Nationalmannschaft und half Nachwuchsfahrern bei den Trainingslehrgängen in Mühldorf.

Seine sportlichen Erfolge wurden am 1. Oktober 1971 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann mit der höchsten deutschen sportlichen Auszeichnung, dem silbernen Lorbeerblatt, gewürdigt.

Abseits sportlicher Erfolge war Manfred Poschenrieder Ehemann, Vater und für jeden Menschen da, der um Hilfe bat. Er war ein Macher, ein Perfektionist, überließ nichts dem Zufall.

„Poschi“ war Mühldorf besonders verbunden, hat er doch hier auch seine Frau Gerda, Tochter des legendären Mühldorfer Rennfahrers und Sportfunktionärs Sepp Giggenbach, kennen- und lieben gelernt, mit der er 57 Jahre eine glückliche Ehe führte. Er war Ehrenmitglied des MSC Mühldorf und war stets ein gern gesehener Gast beim MSC und bei den Rennen.

Manfred Poschenrieder war nicht nur wegen den tollen Leistungen auf der Rennbahn allseits geschätzt, sondern er war durch seine ruhige und bescheidene Art stets ein viel beachteter und gern gesehener Mensch.

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