Stadt Töging wird Bauherrin

von Redaktion

Spatenstich für neue Wohnanlage an der Siemensstraße

Töging – Neuer Wohnraum ist wichtig, auch für die Stadt Töging und vor allem dann, wenn er bezahlbar ist. Jetzt will die Stadt Töging als Bauherrin selbst etwas tun gegen den Mangel an preisgünstigen Wohnungen. An der Siemensstraße wurde der Spatenstich für 16 Wohnungen gesetzt, es werden Wohnungen mit zwei, drei, aber auch fünf Zimmern entstehen. Das Gebäude mit einer Wohnfläche von 1000 Quadratmetern, geplant vom Münchener Architekturbüro H2M, entsteht in Holzständerbauweise, unter dem Haus wird eine Tiefgarage angelegt. Durchgeführt wird der Bau von der Kreiswohnbau Altötting.

Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst stellte vor dem eigentlichen Spatenstich die geplante Wohnanlage noch einmal vor und nannte auch Gründe für den Neubau. „Wir müssen für Menschen, die bei uns leben oder zu uns kommen, Wohnraum bereitstellen, den auch eine Krankenschwester oder eine junge Familie bezahlen kann“, ist er überzeugt.

Dabei hält der Bürgermeister aber fest, dass es sich hier nicht um Sozialwohnungen handelt. Der Begriff „bezahlbar“ sei von der Staatsregierung eingeführt worden, um eine Abgrenzung zum sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Diese Regelung macht es Kommunen leichter, schneller zu bauen. Gefördert worden sei der Neubau vom Freistaat mit zwei Millionen Euro aus dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm, ein Betrag, der es der Stadt Töging deutlich leichter macht, den Bau zu errichten.

Vergabeschlüssel
wird noch erarbeitet

Rechnet man die KfW-Förderung von einer Million Euro dazu, bleiben für die Stadt drei Millionen Euro, die natürlich auch im Haushalt eingestellt werden müssen. Wenn es um die Genehmigung des Haushaltes durch das Landratsamt als Aufsichtsbehörde geht, dann spielt diese Neuverschuldung keine entscheidende Rolle, denn für dieses Geld wird ein „rentierlicher Gegenwert“ geschaffen.

Schon seit den ersten Gerüchten und späteren Berichten über die Planungen der Stadt Töging gibt es unzählige Anfragen von interessierten Bürgern. Bürgermeister Windhorst unterstrich deshalb, dass die Verteilung der Wohnung nach einem Punkteschlüssel erfolgen wird, den die Stadt Töging erarbeitet. „Ich bitte deshalb um Verständnis, dass wir jetzt keine Zusagen machen können, denn wir wollen die Wohnungen gerecht und nach transparenten Kriterien vergeben“, betont der Bürgermeister.

Was sowohl die Stadt als auch den Kreiswohnbau Altötting freut, ist der Umstand, dass bei der vor so einem Neubau der öffentlichen Hand vorgeschriebenen Ausschreibung durchwegs Unternehmen aus der Region Aufträge gewinnen konnten. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis der Ausschreibung, denn damit wird die heimische Wirtschaft mit ihren heimischen Arbeitsplätzen gefördert“, waren sich beim Spatenstich Bürgermeister Tobias Windhorst und Josef Hurnaus als Geschäftsführer der Kreiswohnbau einig. Fertiggestellt werden soll das neue Gebäude zum Herbst des kommenden Jahres. Und auf einen kleinen „Zusatznutzen“ für die Fußballfans unter den künftigen Mietern wurde abschließend noch hingewiesen: Aus den oberen Stockwerken gibt es von einigen Wohnungen aus einen direkten Blick auf den Fußballplatz. krb

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