Bau des neuen Gerätehauses kommt nicht „von heute auf morgen“

von Redaktion

Feuerwehr Mettenheim zieht Erfolgsbilanz auf ihrer Jahresversammlung – Ehrenzeichen für langjährige aktive Dienste übergeben

Mettenheim – Ein kurzer Blick in Geblers Restaurant anlässlich der Jahresversammlung der Floriansjünger genügte, um festzustellen: Die Mehrzahl der rund 50 Kameraden ist jung, teilweise sehr jung, weshalb diese Feuerwehr sicherlich keine Nachwuchssorgen plagen dürften.

Zwei Jahre zuvor gab es noch unruhige Zeiten im Verein und an dessen Spitze. Doch der Tätigkeitsbericht über das Kalenderjahr 2023 offenbarte 118 erfolgreich absolvierte Termine, 375 Einsatz- und 2200 Übungsstunden, die Löschung von sechs Bränden und 33 erbrachte technischen Hilfeleistungen.

Zu den Gästen gesellte sich Landrat Max Heimerl, der den aktiven Einsatz der Feuerwehr für die Mitmenschen wie die Gesellschaft würdigte und Mettenheims Bürgermeister Josef Eisner für die Anschaffung des „richtigen Werkzeugs“ für den lebensrettenden Dienst der Feuerwehr lobte.

Er sah es auch als Ehre an, Markus Rott das Feuerwehr-Ehrenzeichen im Namen des Freistaates Bayern für dessen 25-jährige aktive Dienstzeit mit zu überreichen. Auch Christian Liebelt und Christian Resch erhielten eine solche Auszeichnung (beide für 30 Jahre), ebenso Gerald Schmidt (für 20 Jahre). Dazu äußerte sich auch Kreisbrandinspektor Werner Hummel, der in seinem Grußwort nachdrücklich forderte: „Wir brauchen noch mehr solcher Feuerwehrleute!“

Auf die Struktur des Vereins eingehend, berichtete Kommandant Ralf Schmidt, dass der Wehr derzeit 51 Aktive, darunter fünf Frauen, angehörten. Die Gesamtzahl der Mitglieder sei 2023 um zehn gewachsen, wofür er vor allem dem erfahrenen Feuerwehrmann Englbert Strohmeier dankte.

Als Nächstes erlebte eine Vielzahl der Anwesenden eine Beförderung auf vorgegebener Ebene, in Abhängigkeit von Ausbildungsstand und Dienstzeit. Allein Werner Hummel wurde für seinen langjährigen Aktiven-Dienst mit einem der höchsten Titel als „Oberbrandmeister“ belohnt.

Die Zukunft des Vereins hängt nicht unwesentlich mit dem bevorstehenden Bau eines neuen Feuerwehr-Gerätehauses in Mettenheim-Dorf zusammen. Um den Fortgang der Arbeiten auszudiskutieren und möglicherweise zu beschleunigen, gründete die Feuerwehr sogar einen eigenen Bauausschuss. Aber auch die Anschaffung moderner Technik spielt perspektivisch gesehen eine wichtige Rolle – etwa bei der Waldbrandbekämpfung, Digitalisierung, Absturzsicherung, bei Atemschutz und Funk. Dabei rechnet die Feuerwehr fest mit der Unterstützung der Gemeinde – erst recht beim Neubau des Gerätehauses. Deshalb versicherte Bürgermeister Eisner den Mitgliedern gegenüber: „Der Bebauungsplan ist da. Alles lauft, aber nicht von heute auf morgen!“

Über die 19-köpfige Jugendfeuerwehr und ihr gutes Abschneiden bei Jugendübungen beim erstmals ausgerichteten Jugendfeuerwehr-Infotag, beim Wissenstest, bei Löschwassersuchwanderungen und beim Kreisjugendzeltlager berichtete Jugendwart Maxi Schaumeier stolz anhand vieler Fotos. In gleicher Weise vermittelte Schriftführer Florian Schaumeier einen Überblick über weitere Ereignisse im Berichtszeitraum wie das Maibaumaufstellen, die Absicherung verschiedener Feste wie Alleelauf, Martinsumzug, Volkstrauertag und Adventsmarkt.

Für dieses Jahr kündigten die Kommandanten größere Ausflüge und weitere Freizeiterlebnisse an, die das Wir-Gefühl stärken sollen. Ansonsten konzentrieren sie sich auf Übungen vor Ort und nehmen dazu Objektbegehungen vor. Zu guter Letzt wurde anstelle der freiwillig aus dem Amt scheidenden Schatzmeisterin Anna Wurstbauer einstimmig Sebastian Zelger als Nachfolger gewählt. kch

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