Aschau – „Es ist erfreulich, dass schon die erste Aufführung so gut besucht ist“, begrüßte Vorsitzende Christian Mayerhofer die Zuschauer beim Frühjahrstheater der Stoabacher Laienbühne in der Aschauer Gemeindehalle. Mit dem Stück „Hollywood in Hollerbach“, geschrieben von Toni Lauerer, begeisterten die Spieler um Theaterleiterin Birgit Neumeier.
Die Zuschauer honorierten die außerordentliche Leistung der Akteure mit begeisterten Szenen- und langen Schlussapplaus. Den Regisseuren Gabi Reiter und Werner Koziol ist eine spritzige und gestenreiche Umsetzung des Manuskriptes gelungen.
Voller Stolz und aufgeregt erwartet Liesl Dimpfl (Elisabeth Pascoe) den Besuch ihres Sohnes Sepp junior, der auf der Filmhochschule in München studiert. „Er wird sicher einmal ein berühmter Regisseur“, weiß Liesl. Deshalb braucht er auch einen Künstlernamen. „Josef von Hollerbach hört sich bei einer Preisverteilung viel besser an“ erklärt sie ihren Freundinnen und Dorfratschen Vroni (Stefanie Rappolder) und Moni (Klara Matzka). Schon bald zerreißt man sich im Dorf hinterrücks das Maul. Als Sepp junior (Matthias Mies) von seiner Jugendfreundin Lisa (Regina Huber) davon erfährt, plant er mit seinem Studienkollegen Franz (Christoph Hauser) das Dorf so richtig aufs Korn zu nehmen. Er gibt vor, als Diplomarbeit einen Film über das Dorf zu drehen, in dem die Bewohner ihre Kreativität einbringen sollen. So wie die Nachbarn Rosi (Hildegard Wimmer), ihr Ehemann Rudi (Michael Schranner) und deren Tochter Lisa, die als vernachlässigte Eheleute oder frisch verliebt erst ihre Rollen finden mussten. Einen Wandel musste auch Sepps Jugendfreund Kraut (Martin Höpfinger) hinbekommen. Der kann nach eigener Aussage sechs Pfund Kraut essen, ohne dass es ihn zerreißt. Der Einzige, der den schauspielerischen Ansprüchen nicht gerecht wurde, war der Postbote Kare (Gustl Schenk). Den ärgerte aber mehr, dass er extra am Feiertag seine Uniform umsonst angezogen hat. Sepp Dimpfl senior (Thomas Winterer) lehnte eine Rolle ab, zeigte aber als Beleuchter vollen Einsatz. Vroni und Moni lehnten zunächst ihre zugedachten Rollen ab. Als Sepp diese als „tragende Figuren“ beschrieb, waren sie Feuer und Flamme als Dorfratschen. Als am Ende das Treiben von Josef und Franz droht aufzufliegen, passiert etwas, womit wohl niemand der Zuschauer gerechnet hat.
Von den Einsätzen her waren die Hauptdarsteller natürlich am meisten gefordert, aber im Können und Engagement standen ihnen die weiteren Spieler nicht nach. Denn erst mitspielende Statisten machen die Lebendigkeit dieses Stückes aus. Dies belohnten die Zuschauer mit langem Schlussapplaus. Dieser galt auch für Monika Höpfinger, Gabi Reiter, Erwin Schnetzer und Michael Matzka die hinter den Kulissen für die Darsteller und die Bühne ganze Arbeit geleistet haben.
Für die weiteren Aufführungen am Freitag, 8., und Samstag, 9. März, um 20 Uhr und am Sonntag, 10. März, um 18 Uhr können bei Hans Asanger unter Telefon 08638/67680 noch Karten bestellt werden.kir