Töging – Kürzlich begrüßte der Vorsitzende des Heimatbundes Töging, Stefan Grünfelder, im Saal der „Selle’s Einkehr zum Müllerbräu“ zur Jahresversammlung die zahlreich erschienenen Mitglieder und Freunde des Vereins sowie die Zweite Bürgermeisterin Renate Kreitmeier. Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst war leider verhindert.
1200 Euro für
den guten Zweck
Der Verein kann auf ein Jahr mit vielerlei interessanten, gut besuchten Veranstaltungen zurückblicken, wie Stefan Grünfelder ausführte. Etwa den Vortrag über „Mittelalterliche Waffen“, zu dem die Referenten Diana Herrmann und Stefan Karfunke Originalexponate präsentierten, die Gedenkfeierlichkeiten in Erharting zur Ritterschlacht von 1322, die Leonhard Biermeier inszenierte und leitete, die „Heimatkundliche Wanderung vom Innwerk bis zum Lager“, die Stefan Grünfelder leitete, das Werkstattprojekt „Brücken in Töging“, welches Vanessa Gloß im Rahmen des Ferienprogrammes durchführte, eine Fahrt nach Regensburg mit Stadtführung und dem Besuch des Museums der Bayerischen Geschichte, die Josef Wieninger organisierte, Daniel Baumgartners heimatkundlicher Vortrag über „Konrad von Wasserburg“, und Dr. Rudolf Neumaiers Lesung aus seinem Buch „Das Reh – über ein sagenhaftes Tier“. Hervorzuheben sind die beiden musikalischen Höhepunkte: Am 1. Dezember war der Polizeichor der Stadt München unter Leitung von Stefan Grünfelder junior zu Gast, der kostenlos gastierte. Der Spendenerlös sollte einer lokalen Institution, vornehmlich zum Wohle von Kindern, zugeführt werden. So konnte die Summe von fast 1200 Euro zu gleichen Teilen der Organisation „Suibamond“ und dem Töginger Wohlfahrtsladen übergeben werden.
Im Januar 2024 fand das traditionelle Töginger Dreikönigssingen statt, organisiert und geleitet von Dirk Ganghofner und Tobias Aigner, welches ebenfalls auf großes Interesse stieß und zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlockte. Der Töginger Geschichtsweg wurde um fünf Tafeln erweitert, die Vorsitzender Stefan Grünfelder vorstellte und kurz erläuterte.
Schatzmeisterin Maria Hoffmann gab einen Überblick über die finanzielle Situation des Vereins. Zwar hätten zum Ende des Kalenderjahres die Ausgaben die Einnahmen überstiegen. Dies erkläre sich dadurch, dass die Kosten für die Geschichtstafeln aus fiskalischen Gründen 2023 hätten beglichen werden müssen, während die Sponsorengelder und sonstigen Unterstützungen erst im Januar 2024 eingegangen seien. Revisor Hans-Werner Bauer, der die Kasse zusammen mit der Revisorin Christine Schönwiese geprüft hatte, lobte die tadellose Arbeit der Schatzmeisterin und empfahl die Entlastung, die auch einstimmig erfolgte.
Renate Kreitmeier begrüßte die Anwesenden ebenfalls und betonte die Leistungen des Heimatvereins für die Stadt Töging; sowohl die vielfältigen Veranstaltungen wie auch die Geschichtstafeln stellten eine Bereicherung für die Stadt dar.
Anschließend wurde unter ihrer Leitung der Vorstand neu gewählt: Vorsitzender Stefan Grünfelder, Zweiter Vorsitzender Fritz Schuder, Schriftführerin Stephanie Masszi, Kassenwartin Maria Hoffmann, Beisitzer Ulrich Mairock, Carsten Musch, Michael Wegner und Josef Wieninger, Kassenrevisoren Hans-Werner Bauer und Christine Schönwiese. Als Experten stehen Historiker Dr. Rudolf Neumaier, Stadtarchivar Rupert Joachimbauer und Zeitzeuge Englbert Petershofer weiterhin zur Verfügung.
Einen Höhepunkt des Abends stellte die Ehrung langjähriger Mitglieder dar. Die zu Ehrenden erhielten eine Urkunde für 15-, 20-, 25-, 30- und sogar 35-jährige Mitgliedschaft. Zusätzlich gab es für die Damen ein Blumensträußchen und für die Herren eine Flasche Sekt. Auch Vorstandsmitglied Josef Wieninger konnte auf eine 30-jährige Mitgliedschaft zurückblicken, wie Stefan Grünfelder in einer kleinen Laudatio hervorhob. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich derzeit auf 193, wie er in diesem Zusammenhang mitteilte.
Großen Anklang fand das heimatkundliche Dalli-quick-Quiz „Wer kennt’s?“, zusammengestellt von Michael Wegner und Carsten Musch, der es auch launig moderierte. Im Stil der ehemals beliebten Quizsendung galt es, Stadtansichten aus unerwartetem Blickwinkel rasch zu erkennen, was den Anwesenden durchweg gelang und mancherlei Erheiterung auslöste.