Aschau – Erwin Salzeder ist völlig überraschend im Alter von 69 Jahren verstorben. In dem tröstlichen Wissen, dass er mit Zufriedenheit auf sein Leben zurückblicken würde, hat seine Familie von ihm Abschied genommen. Begleitet wurden sie in diesen schweren Stunden von einer großen Trauergemeinde.
Erwin Salzeder wurde am 3. Mai 1954 auf dem Gillhuberhof in Aschau als zweites von vier Kindern geboren. Er wuchs in einer liebevollen Umgebung mit seinen Eltern Franziska und Matthias und seinen Geschwistern Matthias, Gerhard und Traudi auf. Er besuchte die Volksschule in Aschau. Anschließend absolvierte er eine landwirtschaftliche Lehre am elterlichen Hof und schloss eine zweite Lehre zum Großhandelskaufmann beim Baustoffhandel Raab Karcher in Waldkraiburg ab. Dort arbeitete er 47 Jahre lang mit vollem Einsatz und viel Freude bis zur Rente.
Schon in jungen Jahren sang Erwin mit Begeisterung in der Rhythmusgruppe, dabei lernte er auch seine Frau Anni kennen. Sie verliebten sich ineinander, heirateten 1978, und schon bald erblickte ihre Tochter Daniela das Licht der Welt. Markus, Christian und Franziska vervollständigten das Familienglück. Seine Frau Anni war der Mittelpunkt in Erwins Leben. Gemeinsam schenkten sie ihren Kindern eine wunderschöne Kindheit voller Liebe.
Glücklich war der „Opa Erwin“ auch, wenn er Zeit mit seinen acht Enkeln – Sofia, Helene, Jakob, Johannes, Quirin, Florian, Ludwig und Korbinian – verbringen durfte, denn die Familie war das Wichtigste in seinem Leben. So sah er mit großer Freude seinen Kindern und Enkelkindern beim Sport zu, zog sie mit Bulldog und Schlitten durch den schneebedeckten Garten oder brachte ihnen die wichtigsten Handgriffe in der Werkstatt bei. Geduld und eine große Hilfsbereitschaft zeichneten Salzeder aus. So kümmerte er sich fürsorglich um seine Mama, als sie in den letzten Jahren ihres Lebens auf Hilfe angewiesen war.
Am liebsten war Erwin daheim, hegte und pflegte seinen Obstgarten, kümmerte sich um die Landwirtschaft und unterstützte seine Familie und Freunde. Gerne unternahm er Radltouren mit seiner Anni und Freunden. Für einen Schafkopf war er immer zu haben – gespielt und diskutiert wurde oft bis spät in die Nacht.
Großes Interesse hatte er am Gemeindeleben. So war er Mitglied in zahlreichen Ortsvereinen und unterstützte die KSK als Kassier. Im Glauben fest verwurzelt, engagierte er sich von Jugend an in der Kirche. Erst als Ministrant, dann als Firmhelfer und über viele Jahre als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, wo er unter anderem viele Pfarrwahlfahrten organisierte und humorvoll begleitete.