„Sehr ereignisreiches Jahr“

von Redaktion

Feuerwehr Haag blickt auf 2023 zurück – Mehrere Mitglieder geehrt

Haag – 1210 Mann rückten in 1475 Stunden zu 90 Einsätzen aus. So lautete die Bilanz der Haager Feuerwehr zur Generalversammlung im Stadel des Hofcafés. Neben Ehrungen und Ernennungen gab es eine neue Art der Würdigung. Zudem erhielt Tom Göschl eine besondere Auszeichnung: Er wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

Die Einsatzbilanz eines „sehr ereignisreichen Jahres“ trug Kommandant Stefan Reger vor. Sie betraf Brand, technische Hilfeleistung, Gefahrenstoffe und Sicherheitswache. Dazu bescherten der Wehr die Schneemassen mehr als 20 Unwetteralarme.

Ehrenamtliche beleidigt

Unverständlich blieb Reger dabei, dass nun auch auf regionaler Ebene „ehrenamtliche Helfer während ihrer Arbeit beleidigt, beschimpft und angegriffen werden.“ „Müssen wir uns das gefallen lassen?“

Die Tendenz bestätigte Kreisbrandrat Harald Lechertshuber: „Diese Arroganz wirft Probleme auf.“

Zweiter Kommandant Peter Reich listete in seinem Leistungsbericht die Lehrgänge für Atemschutz, technische Hilfe und gefährliche Stoffe, die Ausbildung für die Drehleiter, Gasmessgeräte und Maschinisten und die Großübung bei der Firma Jäger auf.

Vorsitzende Doris Noller dankte allen Aktiven und Passiven, vor allem dem Bauhof, der Gemeinde und den vielen Spendern.

Für heuer ist am Samstag, 11. Mai, die Floriansmesse angesagt, am Samstag, 25. Mai, das Hallenfest und jeden Mittwoch Stammtisch.

Stellvertretender Vorsitzender Tom Göschl ließ das gesellschaftliche Leben Revue passieren. Zum Vereinsalltag gehörten das traditionelle Fischessen, das Feuerwehrfest „mit sehr vielen Besuchern“, der Christkindlmarkt und das Kinderferienprogramm. Die Verabschiedung von Kreisbrandmeister Herbert Rutter habe man mit Vertretern aus 13 Kreisfeuerwehren vorgenommen, um ihn dann zum Ehrenkreisbrandmeister zu ernennen. Ein Höhepunkt folgte nach Göschls Bericht und der Gratulation an Getränkewart Rudi Neumann: der Amtsgerichtssketch für Thomas Sax zur großen Geburtstagsfeier im Hofcaféstadel.

Sax wurde schließlich für den ausscheidenden Franz Reich einstimmig zum neuen Kassenprüfer gewählt.

28 Jugendliche zählt Jugendwart Fabian Neumann, 17 Buben und elf Mädchen absolvierten in 240 Stunden 69 Übungen. Sie bestanden die „Jugendflamme“ und die „Leistungsspange“. Dazu gingen sie auf Löschwassersuchwanderung.

Für den Atemschutz mit 23 Aktiven und vier Jugendlichen registrierte Philipp Buresch fünf Einsätze. Man befinde sich immer in Bereitschaft und habe auch eine Großübung abgelegt. Als Neuanschaffung nannte er eine Waschmaschine für die Masken. Vanessa Schmid dankte für die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, Georg Zeller von Winden für über Jahre gelungenes Zusammenwirken.

Kassier Florian Huber vermeldete ein Plus in der Kasse. Anschließend würdigte die stellvertretende Landrätin Cathrin Henke die gute Stimmung bei der Haager Wehr. Das Unwetter gehöre heute allerdings zum Tagesgeschäft. Ein Dank gelte der ständigen Einsatzbereitschaft. Pfarrer Pawel Idkowiak wünschte der Wehr, dass der heilige Florian auf sie schaue.

Bürgermeisterin Sissi Schätz stellte fest: „Die Feuerwehr ist immer parat, wenn man sie braucht.“ Erstmals wolle man Firmen ehren, die sich um das Feuerwehrwesen verdient machen. „Diesen Zusammenhalt brauchen wir.“ Die erste Auszeichnung ging an Josef Bauer vom Kfz-Betrieb Bauer. Von den österreichischen Kollegen aus Haag am Hausruck bekam Fähnrich Martin Mangstl eine Auszeichnung.

Thomas Göschl nun Ehrenkommandant

„Ganz was Besonderes“ kündigte Reger mit der Würdigung des ausgeschiedenen Kommandanten Göschl an. Er habe 20 Jahre an erster Stelle für die Haager Wehr gewirkt und für die Kreisfeuerwehr viele Ämter ausgeübt. Mit stehendem Applaus wurde er zum Ehrenkommandanten ernannt. Darüber hinaus geehrt wurden für zehn Jahre Michael Buresch, Michael Göschl und Fabian Neumann. Zum Feuerwehrmann ernannte die Wehr Felix Kautz, Sebastian Grando, Florian Pauls und Valentin Reger, zur Oberfeuerwehrfrau Laura Spindler, zum Hauptfeuerwehrmann Andreas Bauer sowie zum Oberlöschmeister Peter Reich. Die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr erhielt Josef Einberger.

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