Durchsuchungen wegen Verbreitung von Kinderpornografie

von Redaktion

13 Objekte in den Landkreisen Altötting und Mühldorf durchsucht – Fallzahlen steigen stark an

Mühldorf – Die Kriminalpolizei Mühldorf hat in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein am gestrigen Dienstag insgesamt 13 Objekte in den Landkreisen Altötting und Mühldorf durchsucht. Im Zuge mehrerer Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte wurde eine Vielzahl an Beweismitteln sichergestellt. In den vergangenen Jahren ist nach Angaben der Polizei ein sehr starker Anstieg der Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte zu erkennen. Die Fallzahlen stiegen von 2021 auf 2022 von 504 auf 721 Taten.

Die gestrige Aktion richtete sich gegen insgesamt 13 Beschuldigte, von denen manche noch im Jugendalter waren – und der Älteste 70 Jahre alt. Hierbei vollzogen mehr als 20 Polizisten die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse.

Aktion wird
als Erfolg gewertet

In den Wohnungen der Beschuldigten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten, Mobiltelefonen und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen. Bei einem Tatverdächtigen stellte die Polizei zusätzlich eine geringe Menge an Betäubungsmitteln sicher.

Das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion wird von der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Polizei als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornografie gewertet. „Durch die Aktion wurde den Tatverdächtigen deutlich aufgezeigt, dass sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets nicht sicher fühlen dürfen“, hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei. „Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornografie Opfer und Schicksale stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, den Straftätern das Handwerk zu legen“, hieß es darin weiter.

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