Starke Auftritte von Bach bis Harry Potter

von Redaktion

Jahreskonzert der Waldkraiburger Musikschule im Haus der Kultur

Waldkraiburg – Derzeit herrscht in Bayern etwas Unruhe, denn viele Kulturschaffende üben Kritik, weil an den Grundschulen Kunst und auch Musik eingeschränkt werden sollen. Was aber gerade das weiterführende Musizieren für die jungen Leute bedeutet, erlebten die Besucher beim Jahreskonzert der Musikschule Waldkraiburg im Haus der Kultur. Interimsleiterin Anna Weininger konnte dazu im voll besetzten Saal nicht nur Eltern und Omas und Opas begrüßen, sondern auch viele musikbegeisterte Gäste, unter ihnen Bürgermeister Robert Pötzsch und Dritte Bürgermeisterin Karin Bressel.

Applaus hält
am Ende lange an

Beschwingt und teils geklopft eröffnete das Saitenensemble mit Katharina Schätz und Katharina Maier an der Zither und Gitarrist Ruochu Wang das vielfältige Programm, besonders beim „Herzallerliebst“-Walzer von H. Pixner stets im Blickkontakt mit Lehrerin Rosalyn Sabo.

Erfrischend unbekümmert danach der Mini-Pianist Benjamin Gal mit seinem Stück „Treibholz“, dem Huba Jadi zusammen mit seinem Klavierlehrer Matthias Milde „On a Swing“ beschwingt folgen ließ.

Mit dem Musette-Walzer „Un Dimanche à Paris“ und einem flotten Tango bewiesen Jan Kratzel und Julian Kautz an der Gitarre ihr Können – und was man einer Blockflöte entlocken kann, stellte virtuos Bettina Wagner unter Beweis, von Lorita Dallmayr am Klavier begleitet. Klassisch wurde es beim Vivace des Konzerts für zwei Violinen von J.S. Bach, wobei Schülerin Tabea Wolff ihrer Lehrerin Beatrix Bene-Godany nicht nachstehen wollte.

Mit fein empfundenen Verzögerungen präsentierte Justus Hajek am Klavier
F. Chopins „Valse op.69 Nr.2“, was das Publikum spontan mit Beifall bedachte. Das Streicherensemble um Bene-Godany kehrte zurück ins 18. Jahrhundert mit einer Gavotte und bekam anschließend anhaltenden Applaus mit dem ABBA-Hit „Mamma mia“, gespielt von Sophia Koziolek, Johanna Hintereder und Tabea Wolff an der Violine und Maria Wachter am Cello. Und weiter ging es so recht nach dem Geschmack des Publikums mit Rihannas Song „Stay“, mit kräftiger, in allen Tonlagen sicherer Stimme vorgetragen von Celine Plata, couragiert danach auch Paula Haas mit ihrer Trompete, die, wie es der Titel verriet, mit A. Vizzuttis „The enchanted Trumpet“ das Publikum verzauberte.

Wunderschön anschließend Debussys „Claire de Lune“ des Querflötenensembles II unter der Leitung von Ferenc Szelim Bene mit Bet-tina und Andreas Wagner und Sofie Jonischkeit, die bewiesen, dass Musizieren in der Gruppe sehr viel Spaß machen kann.

Als exzellente Pianistin erwies sich Manuela Wollenstein mit dem Hauptthema aus dem Soundtrack des Films „The Twilight Saga“. Sie wechselte danach nur rasch das Instrument und erntete großen Beifall im Blockflötenensemble mit Eva Ehlig, Celina Grimm und Stephanie Rehbein beim schmissigen „Entertainer“ und dem Thema „Eule Hedwig“ aus John Williams‘ Harry-Potter-Filmmusik.

Teils aufwühlend, teils geheimnisvoll und romantisch entführte das Streicherquintett mit Johannes Zehrer, Carmen Hansmaier, Eva-Maria Sonner an der Violine, Andreas Wagner mit seiner Querflöte und Patricia Maier am Cello noch einmal in die Zauberwelt Harry Potters.

Der lang anhaltende Beifall für die Musikschüler nach der letzten Note war sicher auch ein großes Dankeschön an alle ihre Lehrer. Erika Fischer

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