Eine Entführung mit Kommunikationshindernissen

von Redaktion

Zangberger und Heldensteiner Kameraden holen Ampfings Feuerwehr-Firstbaum

Ampfing – Gerade kommt der Feuerwehranbau der Ampfinger Feuerwehr in die heiße Phase, und es wird der Dachstuhl aufgestellt. Auf diesen Zeitpunkt haben dreiste Diebe aus Zangberg und Heldenstein gewartet und sich das wertvollste Stück des Daches, den First, „angeeignet“. Natürlich mit dem Ziel, die Ampfinger Feuerwehr zu erpressen und eine deftige Lösegeldforderung herauszuschlagen.

Doch beinahe wäre das Unterfangen schiefgegangen, denn der Zangberger Vorsitzende Hermann Huber rief beim Ampfinger Feuerwehrvorsitzenden Thomas Schindler an, um mit verstellter Stimme mitzuteilen, dass sich der Baum in ihren Händen befindet. Thomas Schindler verstand aufgrund der verstellten Stimme nicht, was der Anrufer wollte, und vermutete einen Fake-Anruf. Was wiederum zur Folge hatte, dass er prompt die Nummer sperrte und der Anrufer nicht mehr durchkam.

Findig wie die Feuerwehr ist, wurde ein weiteres Mal auf einer anderen Nummer angerufen. Ja, guter Rat war jetzt teuer. Es wurde ein Termin zur Rückgabe des wertvollen Stücks ausgemacht.

Kürzlich wurde der Baum, begleitet mit Blaulicht, durch zwei Traktoren zurückgebracht. Begleitet wurde der First mit Blasmusik der Heldensteiner Blaskapelle. In die langwierigen Verhandlungen stieg auch Bauherr Bürgermeister Josef Grundner ein. Unterstützt wurde dieser neben Kommandant Thomas Hell auch vom Zweiten Bürgermeister Günter Hargasser. Letztendlich war man sich der Wichtigkeit des Balkens bewusst, und man wurde sich einig. Ausgehandelt wurden je Feuerwehr 50 Liter Bier und die passende Brotzeit. Eingelöst wird die ausgehandelte Verpflegung voraussichtlich im April, da ist nämlich die Hebfeier geplant. stn

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