Erinnerungen an Schleuserunfall

von Redaktion

Feuerwehr Ampfing leistet im vergangenen Jahr 4207 Übungs- und Einsatzstunden

Ampfing – Bei der Versammlung der Feuerwehr Ampfing konnte Vorsitzender Thomas Schindler von zahlreichen Veranstaltungen berichten. „Auch 2024 wird uns nicht langweilig“, so Schindler. Im Kassenbericht gab Michaela Fuchs an, dass ein Plus von 723 Euro erwirtschaftet wurde. Zu den anstehenden Neuwahlen gab Thomas Schindler an: „So schnell vergehen sechs Jahre. Wir haben zwar nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, aber wir haben immer nach bestem Gewissen gehandelt. Wir sind ein neues Team gewesen und mussten uns erst zurechtfinden und in unsere Aufgabe reinwachsen.“

Thomas Schindler
bleibt Vorsitzender

Die anschließende Wahl ergab folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Thomas Schindler. Stellvertreter sind Josef Gassenhuber und Anton Sax. Als neue Schriftführerin fungiert Anna Gruner. Kassierin bleibt Michaela Fuchs und für die Prüfung der Kasse sind Hans Peter Kohlschmid und Manfred Fromberger zuständig.

Jugendwart Josef Gassenhuber berichtete über die Erweiterung des Jugendwartteams durch Anna Huber und Cornelia Schmideder. Teilgenommen wurde an verschiedenen Veranstaltungen und selber habe man das 50-Jährige gefeiert. Auch mit Übungen sei nicht gespart geworden.

Zur Atemschutzgruppe legte Robert Thiele den Bericht ab. Derzeit stehen 23 Atemschutzträger zur Verfügung. Diese können auf zehn Atemschutzgeräte, davon vier als Langzeit-Press- luftatmer, zugreifen. Durchgeführt werden die alljährlichen Belastungsübungen, Anlegen der Geräteträger im Auto und zwei Einsatzübungen mit Verrauchung und Personensuche wurden geübt.

Kommandant Thomas Hell berichtete, dass derzeit 94 Aktive ihren Dienst bei der Feuerwehr verrichten. Es gab 53 Gruppenübungen und 68 Jugendübungen. „Bei den Übungsstunden haben wir wieder zugelegt“, so Kommandant Hell. Insgesamt wurden 2874,5 Übungsstunden geleistet. Bei 82 Einsätzen jeglicher Art war die Feuerwehr 1333 Einsatzstunden unterwegs.

Der schlimmste Unfall war der Schleuserunfall Mitte Oktober 2023, so Thomas Hell, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen – unter ihnen ein sechsjähriges Kind. Hier ging ein besonderer Dank an das Notfallseelsorgeteam. „Die Gespräche und die Nachbearbeitung hat uns, trotz aller Dramatik, gutgetan. Trotz des schlimmen Erlebnisses ist hier wieder die gute Kameradschaft und die feste Gemeinschaft, die wir sind, zur Geltung gekommen.“ Den Unfall habe man versucht, mit einer kleinen Zeremonie und Kerzenaufstellung an der Unfallstelle aufzuarbeiten und auch abschließen zu können.

Zum neuen Anbau des Gerätehauses ging sein Dank an die Gemeinde Ampfing, die Geld in die Hand genommen hat, um diesen zu ermöglichen. Thomas Hell betonte, dass trotz aller Unkenrufe von außen der Standort für ihn und seine Kameraden der absolut richtige und bestmögliche Ort ist.

Bürgermeister Josef Grundner sprach ebenfalls den schlimmen Unfall an: „Es ist Wahnsinn, was hier geleistet wurde. Hoffentlich bleiben solche Einsätze in Zukunft allen erspart.“ Zum Anbau betonte Grundner: „Wir haben hier die Basis für eure Heimat geschaffen und gerne das Geld in die Hand genommen.“

Dank für die Hilfe
bei der Nacharbeitung

Stellvertretender Landrat Richard Fischer beglückwünschte die neue Vorstandschaft und sprach von den wachsenden Aufgaben, die eine Feuerwehr betreffen. Auch der Klimawandel wird hier den Katastrophenschutz beeinflussen. Zum Schluss bedankte sich Fischer bei allen: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man seine Freizeit für ein Ehrenamt zur Verfügung stellt.“

Auch Kreisbrandinspektor Werner Hummel dankte allen, die an der Nacharbeitung des schweren Unfalls mitgewirkt haben: „Es ist nicht immer selbstverständlich, dass sich jemand Hilfe sucht. Aber dass ihr es getan habt, ist ein gutes Zeichen.“

Pfarrer Florian Regner betonte, dass den meisten in der Bevölkerung nicht klar ist, welch ein großes Spektrum an Ehrenamt die Feuerwehr abdeckt und leistet.

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